FC Basel

Ist Jonas Omlin nach nur einer Saison auf dem Absprung?

Wagt Jonas Omlin nach nur einer Saison beim FC Basel den Sprung in die Bundesliga?

Wagt Jonas Omlin nach nur einer Saison beim FC Basel den Sprung in die Bundesliga?

Der FC Basel könnte nach nur einer Saison bereits wieder seine Nummer 1 verlieren. Bundesligist Augsburg will den Basler Keeper - und hat bereits ein Angebot deponiert.

Abwesend. Nicht in der Startelf, nicht auf der Ersatzbank, nicht auf der Liste der Verletzten. Nein, bei Jonas Omlin ist das Kreuz – beziehungsweise der Kreis – in der Spalte der Abwesenden gesetzt. Ein Fakt, der überrascht, als am Dienstagabend vor dem Testspiel gegen Lausanne die Kaderliste verteilt wird.

Von offizieller Stelle kommt die Erklärung, Omlin habe aufgrund der hohen individuellen Belastung der letzten Tage am Morgen trainiert und werde geschont. Cheftrainer Marcel Koller erklärt nach dem Spiel auch noch, dass man mit Djordje Nikolic die Nummer 2 im Basler Kader noch einmal über 90 Minuten begutachten wollte.

Doch bei allen Begründungen: Die Gerüchteküche brodelt. Vor allem, als die Augsburger Allgemeine Zeitung am Mittwochmorgen die Informationen vom Vorabend aufnimmt und meldet: Der Transfer Omlins zum FC Augsburg sei nur noch Formsache.

Bereits vor einer Woche schrieb das Lokalblatt vom Interesse an der Basler Nummer 1. Mittlerweile ist dieses Interesse aus diversen, sicheren Quellen zu vernehmen. Nachdem Gregor Kobel – Omlins Landsmann – sich nach seiner halbjährigen Leihe zu Augsburg dazu entschieden hatte, sich in der neuen Saison Stuttgart anzuschliessen, ist Augsburg auf der Suche nach einer neuen Nummer 1.

Die aktuellen Kader-Keeper Andreas Luthe und Fabian Giefer genügen den Ansprüchen nicht, wie sie in der letzten Hinrunde bewiesen. Auch deshalb holte man Kobel und hätte ihn gerne auch behalten.

Nach einer durchzogenen Saison ist der FCA aktuell dabei, aufzurüsten. Unter anderem mit Ruben Vargas vom FC Luzern und Ex-FCB-Captain Marek Suchy. Aus Augsburg ist zu hören, dass Martin Schmidt, der Schweizer Cheftrainer des FCA, nun vehement versucht, eine neue Nummer 1 zu kriegen, um mit ihr und Suchy eine neue Achse aufzubauen.

Die Deutschen glauben, in Omlin einen Mann gefunden zu haben, der exakt dem Profil entspricht, das sie für die künftige Nummer 1 gezeichnet haben. Und das nicht nur, weil Omlin Suchy kennt und mit ihm harmoniert.

Jung, ausbaufähig, Deutsch sprechend, Stammspieler in seinem Verein und mit einem finanziellen Volumen von um die fünf Millionen kaufbar – das alles soll der neue Mann sein.

Abgesehen vom letzten Punkt erfüllt Omlin all dies. Seine hervorragenden Leistungen in seiner Basler Premieren-Saison kommen noch dazu. Der finanzielle Aspekt aber scheint ein Problem zu sein: Wie der «Blick» schreibt, hat der FCB ein Angebot über 5 Millionen Franken auf dem Tisch – und fordert das Doppelte.

Ersatz vom Absteiger?

Zehn Millionen sind ein teures Preisschild für einen Keeper, der zwar unbestritten eine herausragende Saison gespielt und enormes Potenzial hat, jedoch noch auf Nationalmannschafts-Einsätze wartet sowie sich international erst beweisen muss.

Ebendiese Hintergedanken werden sowohl der FCB als auch der Spieler haben. Der Klub, weil er den Spieler für die gewünschten zehn Millionen verkaufen könnte, erreicht der FCB eine europäische Gruppenphase und Omlin auf dieser Bühne auch nur annähernd sein Leistungsniveau der abgelaufenen Saison. Und der Spieler, weil er sich mit starken europäischen Auftritten für noch grössere Aufgaben als für jene beim Bundesliga-Fünfzehnten der vergangenen Saison empfehlen könnte.

Omlin wird auf keinen Wechsel pochen, dafür ist er zu bedacht. Und der FCB wird ihn nicht ziehen lassen, wenn es ökonomisch nicht stimmt. Aber bei einem Klub, der 21 Millionen sparen will, könnten ein paar Millionen mehr auf dem Angebotstisch die Gemüter schnell umstimmen. Vor allem auch, weil mit Ex-GC-Keeper Heinz Lindner bereits ein Ersatz im FCB-Fokus ist.

Einer, der ablösefrei zu haben wäre, die Liga bestens kennt – genau so wie den Trainer. Koller ermöglichte Linder mit 21 Jahren das Debüt in der Nationalmannschaft Österreichs. Auch sieben Jahre später schätzen sich die beiden noch immer.

Meistgesehen

Artboard 1