Springreiten
Janika Sprunger geht es wie Roger Federer

Für die Bubendorferin Janika Sprunger ist der CSI Basel ein ganz besonderes Turnier. Dieses Jahr nimmt sie erstmals am Turnier vor ihrer Haustüre teil. Die Teilnahme hat sie sich verdient. Am Weltcupturnier in Stuttgart wurde Sprunger Fünfte.

Michael Wehrle
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Janika Sprunger will beim CSI Basel gut aussehen. keystone

Janika Sprunger will beim CSI Basel gut aussehen. keystone

Die Swiss Indoors Basel sind sicher nicht das wichtigste Tennisturnier der Welt. Doch für den ehemaligen Ballboy und heutigen Superstar Roger Federer hat das Turnier einen besonderen Stellenwert. Und genauso geht es Janika Sprunger, auch wenn die 24-Jährige als Kind noch keine Beziehung zum CSI Basel in der St. Jakobshalle aufbaute. Das war schlicht nicht möglich, schliesslich steht das Turnier vom 12. bis 15. Januar erst zum dritten Mal auf dem Programm. Und bereits ist es in der Spitzenklasse angekommen. Nur weil Janika Sprunger ebenfalls zu dieser Kategorie gehört, darf die Bubendorferin vor ihrer Haustüre überhaupt starten.

Der Startplatz vom Vater

Inzwischen ist sie so gut, dass Hansueli Sprunger, Vater, Trainer und Sportchef des CSI, ihr ohne schlechtes Gewissen einen Startplatz geben kann. Vor knapp zwei Wochen belegte sie beim Weltcupspringen in Stuttgart den fünften Platz. «Das war sicher eines meiner besten Ergebnisse», sagt sie. Doch der Weltcup sei für sie im Moment überhaupt kein Thema, auch wenn sie ab dem 8. Dezember in Genf startet. Sie setzt auf die Freiluftsaison, möchte sich für Olympia qualifizieren.

Besser als der Freund

Und dazu möchte sie in Basel brillieren. «Das ist und bleibt für mich immer ein spezielles Turnier», sagt sie und legt dieselben Argumente wie Federer auf den Tisch: «Nur hier sehen mich die Freunde und Verwandten auf höchstem Niveau reiten, hier sind die Erwartungen hoch, denen will ich gerecht werden», sagt sie. Da kennt sie denn auch kein Pardon. Der Spanier Manuel Añon, seit knapp eineinhalb Jahren ihr Freund, soll ihr da bloss nicht in die Quere kommen. In der Weltrangliste liegt sie schliesslich als Nummer 48 auch 29 Plätze vor ihm.

Der Traum von Olympia

Schritt für Schritt arbeitet sich Janika Sprunger nach vorne, auch dank des Vaters: «Wir sind ein starkes Team», betont sie, dass die Arbeit zwischen ihnen reibungslos verlaufe. Klar träumt sie von Olympia, macht sich aber deswegen keinen Kopf. «Ich reite meine Turniere, wenn die Resultate stimmen, dann klappt es automatisch, wenn nicht, dann habe ich dort auch nichts zu suchen», sagt sie. Und sie erklärt: «Ich bin jung, habe junge Pferde, ich bin irgendwann ganz sicher bei einem grossen Championat dabei.