Briefe für Tokio
Jason Joseph: "Am Anfang dachte ich noch, dass nach kurzer Zeit alles wieder normal sei"

Drei Basler Sportler berichten von ihrem Weg an die Olympischen Spiele 2020. Lesen Sie den fünften Brief von Hürdensprinter Jason Joseph, der trotz aller Enttäuschung über die Olympia-Absage froh ist.

Jason Joseph
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Für Jason Joseph hat der Sport zurzeit keinen Vorrang.

Für Jason Joseph hat der Sport zurzeit keinen Vorrang.

Nicole Nars-Zimmer (niz)

Die Olympischen Spiele sind verschoben! Diese Nachricht sprang mir zu Hause über Instagram ins Gesicht. Ich war froh, dass sich das Internationale Olympische Komitee so entschieden hat. Nicht erst nach vier Wochen, wie ursprünglich mitgeteilt, sondern schon jetzt. Natürlich habe ich mich wahnsinnig auf Olympia in Tokio gefreut. Für mich war aber klar, dass die Spiele zum Wohle der ganzen Welt einfach verschoben werden müssen. Im Moment hat der Sport keinen Vorrang. Die Genesung aller Menschen steht im Vordergrund, damit wir alle wieder in die Normalität zurückkehren können!

Wie geht es bei mir weiter? Das kann ich aktuell noch nicht wirklich sagen. Momentan sind die Trainingsmöglichkeiten gering, was mein Sportlerherz natürlich sehr schmerzt. Alles andere wäre wohl auch untypisch für einen Sportler. Doch da Olympia verschoben ist, müssen wir in diesem Jahr keine Wettkämpfe, im Sinne der Vorbereitung auf Olympia, ausfallen lassen. Wenn wir wieder in der Normalität angelangt sind, werde ich mein Training wie gewohnt fortsetzen.

Wie geht es mir? Am Anfang dachte ich noch, dass nach kurzer Zeit alles wieder normal sei. Es hat sich jedoch leider schnell herausgestellt, dass dem nicht so ist. Mental ist diese Situation nicht nur für mich, sondern so denke ich, für uns alle eine grosse Herausforderung. Deswegen hoffe und wünsche ich allen Menschen da draussen, dass sie wie ich, ein so hervorragendes Team haben, welches sie in dieser schwierigen Zeit unterstützt.