Tischtennis
«Je n’ai plus envie de jouer au ping-pong»

Rio Star Muttenz ist in der Nationalliga A auch dieses Jahr das Mass aller Dinge. Gestern verzweifelten die Gäste aus Veyrier beinahe.

Patrick Pensa
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Chengbowen Yang und seine Muttenzer Teamkollegen liessen den Romands keine Chance. Niz

Chengbowen Yang und seine Muttenzer Teamkollegen liessen den Romands keine Chance. Niz

bz Basellandschaftliche Zeitung

Nachdem die Muttenzer die Hinrunde am Samstag mit einem klaren Sieg gegen das zweitplatzierte Meyrin abgeschlossen hatten, besuchte am Sonntag Aufsteiger Veyrier den Titelfavoriten. Wohl wissend, dass gegen die zwei Chinesen, Jiashun Hu und Chengbowen Yang, sowieso nur eine minimale Siegchance besteht, konzentrierten sich die Romands auf die Muttenzer Nummer drei, Christian Switajski. Gegen ihn entstanden enge Partien mit ständigem Führungswechsel, die beide Spieler Nerven kosten. Währenddessen sich der deutsche Switajski selbst mit «Komm jetzt» motivierte, verzweifelte der Romand wohl an seinen eigenen Fehlern und teilte dem verdutzten Publikum mit: «Je n’ai plus envie de jouer au ping-pong.»

Yang bereits eine feste Grösse

Das Aufeinandertreffen endete mit einem 6:1-Erfolg für die Muttenzer, die damit auch in der Rückrunde ihre reine Weste bewahren. Grossen Anteil an den Triumphen hat der erst 19-jährige Chengbowen Yang, der seit etwas mehr als einem Jahr in der Schweiz ist. Da er viermal in der Woche einen Deutschkurs besucht, kann er sich mittlerweile gut verständigen. Obwohl er in den Sommerferien vieles wieder vergessen hat. «Ich war drei Monate in meiner Heimat und habe nur Chinesisch gesprochen. Danach musste ich wieder bei null anfangen», entschuldigt er sich.

Er fühlt sich bei Muttenz wohl. Dies liegt in erster Linie an Cheftrainer Karl Rebmann, der sich sehr um seine Schützlinge kümmert. Weihnachten zum Beispiel feierten alle zusammen in dessen Wohnung. Dies gehört in Muttenz zur Philosophie. «Wir bieten den Spielern nicht nur einen Platz im Team, sondern betreiben eine aktive Eingliederung», sagt Rebmann. Die Spieler danken es ihm mit starken Leistungen.