Damit war der Schweizer zweiterfolgreichster Rookie beim Lauf im Rahmen der Formel 1. In der Rookie-Meisterschaft belegt der 21-Jährige die dritte Position.

Platz neun im Rennen, zweitbester Rookie und weiter in jedem Porsche Mobil 1 Supercup-Rennen des Jahres gepunktet: Wie fällt dein Fazit zum Ungarn-Wochenende aus?

Jeffrey Schmidt: Mit meiner Leistung kann ich zufrieden sein. Ich hatte von Platz acht einen ordentlichen Start sowie eine gute Pace während des Rennens. Mir sind keine Fehler auf dieser anspruchsvollen Strecke unterlaufen, die ich zuvor nicht gut kannte. Im Rennen zeigte sich allerdings die Schwierigkeit am Hungaroring: Überholmanöver sind sehr schwierig. Ich war zwar sehr schnell, kam aber nicht an meinem Vordermann Robert Lukas vorbei. Der hat sich ganz schön breit gemacht. Ich habe versucht vorbeizufahren, konnte dabei aber kein überhöhtes Risiko eingehen. Das war schade, denn mit meiner Pace hätte ich zur Kampfgruppe aufschließen können, die die Plätze drei bis sieben unter sich ausmachten.

Zuvor im Qualifying ging es wieder einmal sehr eng zur Sache. Wie hast du das Zeittraining erlebt?

Meine beste Rundenzeit war nicht schlecht. Auf den zweiten Platz fehlten mir nur rund drei Zehntelsekunden. Es ist schon Wahnsinn, wie eng es im Supercup zugeht, wo die schnellsten Porsche-Piloten der Welt antreten. Das hat auch das Qualifying in Ungarn gezeigt: Die besten 14 Piloten waren weniger als eine Sekunde voneinander getrennt. Wenn man im Qualifying auf einer Runde nur wenige Zehntel liegen lässt, verliert man schnell sieben, acht Plätze. Jetzt müssen wir schauen, wo wir noch Zeit herausholen können.

Was nimmst du vom Rennwochenende in Budapest mit?

Die Trendkurve zeigt auf jeden Fall nach oben. Die vergangenen Wochen waren nicht einfach, vor allem nach meinem guten Saisonstart. Ich habe mich davon nicht unterkriegen lassen, doch wir mussten schnell eine Lösung finden. Das Team hat hart gearbeitet, dafür möchte ich mich bedanken. Wir waren wieder viel schneller als zuletzt. Ich denke, wir nähern uns Schritt für Schritt der Pace vom Saisonbeginn an. Wenn wir diesen Punkt wieder erreichen, bin ich sehr zuversichtlich für den weiteren Verlauf des Jahres.

Im Porsche Mobil 1 Supercup stehen nach der Sommerpause noch drei Rennen an. Hast du dir ein Ziel für das Saisonfinale gesteckt?

Auf die Läufe in Spa-Francorchamps, Monza und Austin freue ich mich schon. Das sind besondere Strecken - und es gibt noch viele Punkte zu holen. Ich habe in bislang jedem Rennen gepunktet. Das ist eine ordentliche Leistung in meiner Rookie-Saison, auf der wir aufbauen können. Es steht auch noch einiges auf dem Spiel. In der Rookie-Wertung bin ich aktuell Gesamtdritter. In Ungarn war ich hinter dem Meisterschaftsführenden der erfolgreichste Serienneuling. Wenn es so weitergeht, rechne ich mir am Ende gute Chancen auf ein Top-Resultat aus.

Jetzt geht es erst einmal im Porsche Carrera Cup weiter. Am kommenden Wochenende kehrst du zurück auf den Red Bull Ring...

Ja, mit Spielberg habe ich noch eine Rechnung zu begleichen. Vor gut einem Monat fuhr ich mit dem Supercup im Rahmen der Formel 1 in Österreich. Im Rennen lag ich auf Podestkurs, bis mein Motor Probleme machte und ich chancenlos zurückfiel. Den verlorenen Podiumsplatz möchte ich mir nun im Porsche Carrera Cup zurückholen. Der Red Bull Ring gehört zu meinen absoluten Lieblingsstrecken. 2014 erzielte ich hier meinen allerersten Podestplatz im Porsche Mobil 1 Supercup. Beim Heimspiel meines Teams Lechner Racing bin ich umso motivierter, ein Topergebnis einzufahren und weiter um die Meisterschaft zu kämpfen.