Basketball
Jetzt brauchen Starwings-Basketballer dringend Siege

Die Starwings verlieren beim BC Boncourt mit 73:92. Um die Playoffs zu sichern, müssen sie die nächsten Heimspiele am Freitag und Sonntag gegen Massagno und Nyon gewinnen.

Georges Küng
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Michael Jacobsen von den Starwings (links) blieb ohne Punkte

Michael Jacobsen von den Starwings (links) blieb ohne Punkte

Uwe Zinke

Dass im Basketball der Heimvorteil eine grössere Rolle als in anderen Ballsportarten spielt, ist bekannt. Dennoch ist es schwer zu erklären, warum die Starwings vor 15 Tagen den Tabellenführer Fribourg Olympic zu Hause in der Sporthalle Birsfelden bezwingen konnten (93:83), gestern aber in der Ajoie eine Leistung zeigten, die viele Fragen aufwirft. Gegen eine Mannschaft, welche in den letzten Monaten primär verloren hatte und vor zwei Wochen in Neuchâtel nach 30 Minuten ganze 33 Zähler geworfen hatte und zuletzt gegen Aufsteiger Union mit 51:92 (!) verloren hatte.

Sicher fehlte bei den Starwings mit Julien Rahier unverhofft jener «temporäre Profi», der zumindest so etwas wie Spielintelligenz und Struktur ins Teamgefüge hineinbrachte. Der Belgier wird nicht mehr für die Baselbieter spielen, er kann den Aufwand und seine Arbeit am Flughafen Genève-Cointrin nicht mehr vereinbaren. Und weil sich die Verpflichtung von Miroslav Petkovic nicht realisieren liess, sind die «Wings» wiederum zu einer Equipe verkommen, die leicht auszurechnen und gar leichtgewichtig sind. Der neue Trainer Marko Simic und Teammanager Viktor Mettler machen kein Geheimnis daraus, dass die restlichen Partien bereits (Vor-)Sichtungen für die neue Saison 2013/14 sind.Und mit analogen Leistungen werden die wenigsten Akteure einen neuen Vertrag erhalten. Will das Arlesheimer-Birsfelder Kombinat die Playoffs sichern, werden am nächsten Freitag und Sonntag gegen Massagno und Nyon Heimsiege nötig sein.

Dafür eilt der Erstligist CVJM Birsfelden von Sieg zu Sieg. In der Aufstiegsrunde zur Nationalliga B deklassierte der «Cevi», von Pascal Donati trainiert, Chêne Basket mit 113:62 (55:24). Dabei gab der Amerikaner Jordan Burgason (24, 193cm) einen eindrücklichen Einstand und warf in 35 Minuten sagenhafte 47 (!) Zähler. Darunter waren 13 Dreier.

Burgason trainiert auch mit den Starwings mit und könnte eine Option für die neue Saison beim A-Ligisten sein. Gestern hätte man sich in Starwings-Reihen einen derart begnadeten Werfer gewünscht – das Derby wäre weniger einseitig verlaufen.