Handball
Jetzt hilft dem RTV Basel nur noch ein Wunder

Am Mittwochabend war der Tabellenletzte RTV Basel in der NLA-Abstiegsrunde beim Vorletzten GC Amicitia Zürich zu Gast. Die Basler kassierten dabei die sechste Schlappe in Serie und stehen vor dem Gang in die Nati B.

Fabio Baranzini
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Kein Durchkommen für Basels Simon Wittlin. Foto: fba

Kein Durchkommen für Basels Simon Wittlin. Foto: fba

Die Devise für den RTV Basel vor dem kapitalen Auswärtsspiel gegen GC Amicitia Zürich war klar: Ein Sieg gegen die Zürcher muss her, wollen die Basler ihre kleine Chance auf den Barrageplatz wahren. Sieben Punkte betrug der Rückstand vor der Partie auf den Vorletzten aus Zürich. Mit dem ersten Sieg nach fünf Niederlagen en suite hätte das Team von Trainer Alex Ebi den Kontakt zumindest halbwegs wieder herstellen können.

In den Startminuten waren es aber nicht die Basler, die das Zepter in die Hand nahmen, sondern die Gastgeber. Nach zwei unnötigen Ballverlusten im Spielaufbau geriet der RTV nach zehn Minuten bereits mit 2:5 ins Hintertreffen. Kurz darauf stand es 3:7 und Trainer Ebi nahm sein Timeout. Doch auch in der Folge passte im Basler Angriffsspiel wenig zusammen und so vergrösserte sich der Vorsprung der Zürcher zusehends. Bis auf 15:9 konnten sie davon ziehen.

Basel musste reagieren und tat dies auch. Torhüter Pascal Stauber zeigte gleich mehrere Paraden hintereinander und gab so seinen Vorderleuten die Chance, den Rückstand zu verringern. Bis zur 28. Minute konnte der RTV auf 13:15 verkürzen. «In dieser Phase fanden wir im Angriff die richtige Mischung zwischen Geduld und Aggressivität. Zudem begingen wir weniger Fouls», analysiert Trainer Ebi die Druckphase seiner Mannschaft. Doch noch vor der Pause kassieren die Basler zwei weitere Gegentreffer zum Pausenstand von 13:17.

Das Schlusslicht musste sich für die zweite Hälfte etwas einfallen lassen, wollten es die Wende noch herbeiführen. Doch die Zürcher zeigten gleich nach Wiederanpfiff, dass sie keine Diskussionen über den Ausgang dieser Partie aufkommen lassen wollten. Sie drückten aufs Tempo und stellten die Basler Defensive so vor unlösbare Probleme. Auch die lautstarken Anweisungen von Trainer Ebi zeigten keine Wirkung.

Mangelnden Einsatz konnte man seinen Spielern nicht vorwerfen, doch sie kämpften an diesem Abend unglücklich. Näher als bis auf sechs Treffer kamen sie nicht mehr heran und je länger die Partie dauerte, desto grösser wurde die Frustration. Die Zürcher nutzten dies in der Schlussviertelstunde zu einem Showlaufen vor eigenem Publikum und schickten die Basler mit einem deutlichen 33:24 unter die Dusche. Wars das mit der NLA? «Rechnerisch ist es zwar noch möglich und wir werden sicher auch versuchen, die restlichen Spiele zu gewinnen, aber realistisch betrachtet ist eigentlich seit Januar klar, dass es ein Wunder braucht, damit wir den Abstieg noch verhindern können», erklärt Ebi nach dem Spiel.