Eishockey
Jetzt ist eine positive Reaktion gefragt: Sharks mühen sich zum Sieg

Die Basel Sharks verlieren gegen die Jugend-Truppe der GCK Lions überraschend einen Punkt nach einer frühenFührung und geraten damit immer mehr unter Zugzwang.

Daniel Monnin
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Basels Kyle Greentree (l.) rettete immerhin einen Punkt. Zinke/Archiv

Basels Kyle Greentree (l.) rettete immerhin einen Punkt. Zinke/Archiv

Uwe Zinke

Einen Punkt verloren – dies die bittere Bilanz eines NLB-Spieles, das die Basel Sharks nach einer frühen 2:0-Führung für sich hätten entscheiden müssen. Assistenztrainer Dominik Schär bemängelte, dass «wir den Faden verloren haben, überheblich reagierten und dafür auch bestraft wurden.» Nun müsse das Team reagieren, befand er, spätestens im nächsten Spiel am Donnerstag gegen die SCL Tigers.

Famose Startminute

Drei Schüsse, zwei Tore – und das in den ersten 59 Sekunden: Die Basel Sharks schockten die GCK-Lions mit einem Blitzstart. Die Zürcher reisten mit nur einem Ausländer und aufgrund von Verletzungen und Versetzungen mit 12 Spielern im Juniorenalter an, dafür aber mit Melvin Nyffeler, der mit den ZSC Lions als Ersatz von Lukas Flüeler in seinen ersten zwei NLA-Spielen zwei Shutouts feiern konnte. Für Nyffeler begann das Spiel mit einer Minute und einem 30-Sekunden-Time-out Verzögerung, nach den beiden Toren, die beide haltbar waren. Für die Basel Sharks hingegen war das Spiel nach nur einer Minute fast schon zu Ende, denn die Basler machten aus einem eminent wichtigen Spiel gegen einen direkten Gegner im Kampf um die Playoff-Teilnahme nicht mehr als eine Trainings-Exhibition unter Wettkampfbedingungen.

Die Sharks verdienten sich zwar zu Beginn noch gute Stilnoten für den technischen Wert der Übungseinheit, doch im Eishockey zählen im Endeffekt nur die Tore – und die blieben aus. Nicht zuletzt, weil die Basler sich zu oft «verkombinierten» als den direkten Weg aufs Tor zu suchen.

Löwen immer stärker

Und weil die Schussgenauigkeit unterdurchschnittlich war und Melvin Nyffeler plötzlich überdurchschnittlich gut hielt, blieb die durchaus mögliche und eigentlich logische frühe Entscheidung – zusammen mit der Konzentration und Defensiv-Disziplin – auf der Strecke. So erstaunt es nicht, dass die schnellen und trickreichen Junglöwen immer besser ins Spiel fanden und den Anschlusstreffer erzielten, was Dino Stecher zu einem frühen Timeout (30. Minute) zwang. Auch die erneute Zwei-Tore-Führung nach einem kuriosen Tor – Buck schoss von der verlängerten Torlinie – brachte weder Stilsicherheit noch Selbstvertrauen zurück. Das Basler Nervenflattern war bisweilen deutlich hörbarer als die Anfeuerungsrufe der Fans. Die GCK Lions-Junioren verdienten sich den Ausgleich gegen völlig deroutierte Basler Profis mit zwei Powerplay-Treffern im Schlussdrittel. Greentree und Schmutz sicherten den Sharks nach torloser Verlängerung mit dem 4:3 den Zusatzpunkt im Penaltyschiessen.