Die Baselbieter und Walliser spielen zwar in der gleichen Liga; aber mit gar unterschiedlichen Möglichkeiten. Während die «Wings» wie gewohnt auf einen verletzten Leistungsträger (Routinier McCrory) verzichten mussten, kamen die Gäste «en grand complet». Und die Walliser konnten es sich sogar leisten, zu Beginn zwei ausländische Profis - auf der Bank zu belassen. Während die Starwings als siebten Mann den Mathematik-Studenten Niels Matter ins Spiel bringen müssen, setzte Monthey Bozo Djurasovic ein. Beide haben Jahrgang 1987. Das ist aber auch schon die einzige Ähnlichkeit, welche der Kleinbasler und der Zweimeter-Mann aus Bosnien-Herzegowina haben. Dieser erzielte 21 Punkte, zeigte das gesamte Repertoire an Würfen und vor allem Bewegungen unter dem Korb, während Matter gegen Akteure wie Djurasovic oder den Center Adnan Hodzic wie ein Schuljunge aussah.

Sechs Dreier

Einziger Lichtblick beim Gastgeber war Joël Fuchs. Der Zürcher Oberländer erzielte die Kleinigkeit von 31 Punkten; davon waren sechs Dreipunktewürfe. Dennoch hatten die Starwings nie eine Chance, den Rivalen ernsthaft zu gefährden. Selbst im letzten Viertel, als es nach 33 Minuten «nur» 74:84 stand, genügte Monthey eine sachte Kadenzerhöhung, um die Partie sofort wieder unter Kontrolle zu bringen. Und es zeigte sich, dass kluge Vereine und intelligente Trainer auf den Positionen 4 und 5 nicht die einst obligaten Amerikaner haben, sondern Basketballer aus dem Balkan. Solche, die eine Grundausbildung bezüglich Centerspiel und Bewegungen genossen haben.

Erschreckend inferior

Die Inferiorität bezüglich Inside-Spiel der Starwings war erschreckend. Bereits vor Weihnachten hatte das Arlesheimer-Birsfelder Kombinat in Freiburg 102 Gegenpunkte erhalten. Gelingt es nicht, der Equipe eine Spiel- und Defensestruktur und mehr Cleverness beizubringen, so wird für die Unterbaselbieter jeder Gegner eine Nummer zu gross werden.