Tischtennis

Jubiläums-Titel: Nummer 10 für Rio-Star Muttenz

In der Tischtennis-NLA der Männer gewinnt Rio-Star Muttenz auch das zweite Finalspiel gegen Lugano und sicherte sich mit dem 6:0-Kantersieg vor eigenem Publikum den zehnten Meistertitel in Folge.

Schöner hätte die Erfolgsgeschichte nicht enden können. Lionel Weber, der in der gestrigen Begegnung zum vorläufig letzten Mal vor heimischem Publikum aufgetreten ist, jubelt nach dem letzten Punkt im Entscheidungssatz gegen den Luganesi Omotayo Olajide. Der zehnte Meistertitel für Rio-Star Muttenz in Serie ist Tatsache. Ein besonderer Moment für den Vize-Schweizermeister von diesem Jahr. «Dieser Sieg ist für mich natürlich schön, auch weil ich beide Partien für mich entscheiden konnte. In Lugano habe ich noch gegen Csaba Molnar verloren.» Ungeschlagen blieben auch Webers Teamkameraden Hu Jiashun und Yang Chengbowen, welche mit je zwei Siegen das klare Verdikt (6:0) besiegelten.

Keine Gefahr

Zu keiner Zeit liefen die Baselbieter Gefahr, das Match und damit die Entscheidung im Meisterschaftsrennen noch aus der Hand zu geben. Schon im ersten Playoff-Finalspiel gegen Lugano vom vergangenen Wochenende legte die Muttenzer-Equipe mit dem 6:3-Erfolg den Grundstein für den Meistertitel. «Lugano ist sehr heimstark. Dass wir da gewonnen haben, war schon die halbe Miete», sagt Weber. Für den 18-jährigen Reinacher führt der Weg in der nächsten Saison nach Frankreich, genauer gesagt in die zweite Mannschaft von Saint-Louis in der dritthöchsten nationalen Liga. Dass der Gymnasiast nach dem vierten Meistertitel auf Schweizer Boden einen Szenenwechsel braucht, liegt auf der Hand: «Ich habe in der Schweiz schon alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Ich wollte schon immer ins Ausland und die Herausforderung annehmen. Trainieren werde ich aber weiterhin in Muttenz.»

Ein Platz wird frei

Mit dem Abgang von Lionel Weber wird Platz frei für neue Spieler. «Wir verstärken uns mit Dominik Schaufelberger, welcher von Neuhausen zu uns stösst. Er ist aber eigentlich schon jetzt ein Vereinsmitglied», sagt Trainer Karl Rebmann, der mit dem gestern nicht eingesetzten amtierenden Schweizer Meister im Einzel, Elia Schmid, ein weiteres Ass im Ärmel besitzt. Ob die Muttenzer mit dem praktisch unveränderten Kader auch in der nächsten Saison vorne mitmischen werden, kann der Coach noch nicht beurteilen: «Die Liga wird immer stärker. Man hört momentan viele Gerüchte betreffend Mutationen bei den jeweiligen Mannschaften. Luzern und wir sind praktisch die einzigen, welche mit Schweizer Spielern antreten. Jiashun hat vor kurzem die Schweizer Staatsbürgerschaft erhalten.»

Cup in Genf

Bevor es aber in die verdiente Ruhepause geht, will sich Rio-Star Muttenz am nächsten Samstag in Genf den nächsten Titel ergattern – dieses Mal den Cup. Für Lionel Weber wird die Finalrunde die Abschiedsvorstellung sein. Noch unklar ist, ob Trainer Rebmann seinen Schützling in Genf zum letzten Mal coachen kann: «Ich leide unter einem Bandscheibenvorfall und kann momentan keine langen Busreisen antreten. Deshalb war ich auch in Lugano nicht mit von der Partie.»

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