Judo

Judoka Evelyne Tschopp holt Silber in China

Evelyne Tschopp gewinnt Silber.

Genau zum perfekten Zeitpunkt kehrt die Muttenzer Judoka Evelyne Tschopp auf’s Podest zurück - begann doch mit dem Grand Prix von Hohhot in China am vergangenen Wochenende die zweite Qualifikationsrunde für die olympischen Spiele in Tokio im nächsten Jahr.

Die als Nummer drei gesetzte Schweizer Kämpferin profitierte in der ersten Runde von einem Freilos und startete in der zweiten Runde gegen die Deutsche Nathalie Rouviere. Nach einer halben Minute konnte Tschopp die Gegnerin am Boden in einen Würgegriff nehmen und siegte vorzeitig.

Im Viertelfinale traf die Baselbieterin auf Andreea Chitu aus Rumänien, eine erfahrene Kämpferin und mehrfache WM-Medaillen-Gewinnerin. Tschopp liess sich nicht beeindrucken, hatte sie gegen die Osteuropäerin doch schon einmal gewonnen. Auch dieses Mal behielt sie das bessere Ende für sich und besiegte Chitu nach kurzer Kampfzeit mit einem Wurf Ippon.

Im Halbfinale stand Tschopp dann die Israelin Gili Cohen gegenüber. Dieser Kampf war ausgeglichener und dauerte über die volle Distanz. Tschopp konnte sich mit einer Hüfttechnik einen Wazaari sichern, den sie über die Zeit verteidigen und damit den dritten Sieg einfahren konnte. Cohen wurde in die Repechage verwiesen, wo sie sich dann am Knie verletzte und den Bronzekampf aufgeben musste.

490 Punkte für Olympia-Konto

Im Finale traf die Schweizer Spitzen-Judoka auf die Japanerin Uta Abe, die junge letztjährige Weltmeisterin aus Japan. Evelyne konnte die Asiatin über fast die Hälfte der Kampfzeit mit einer guten Verteidigung in Schach halten, wurde dann aber mit einem  ausgezeichneten Uchi-Mata-Wurf Ippon besiegt.

Diese GP-Silbermedaille spült der Schweizerin 490 Punkte auf ihr Olympia-Konto und damit ist sie optimal in diese zweite Phase gestartet.

Die als nächster Wettkampf anstehenden European Games, die als Judo-Europa-Meisterschaften zählen, kann Evelyne Tschopp bezüglich Olympia gelassen angehen. Sie werden noch für die erste Phase gewertet. Der Grund ist die Integration der EM in die European Games, die im Juni in Minsk stattfinden werden. Um für diese erste Phase noch weiter punkten zu können, müsste die Muttenzerin Europa-Meisterin werden.

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