Damit wird sie aller Voraussicht nach als einzige weibliche Judoka neben Ludovic Chammartin und Ciril Grossklaus die Schweizer Farben in Rio vertreten. Noch nie konnte die Schweiz mehr als zwei Judokämpfer nach Olympia senden.

Im Judo erfolgt die Qualifikation über die Weltrangliste, die Selektion liegt also nicht allein in der Kompetenz des schweizerischen olympischen Kommitees, wie das in anderen Sportarten der Fall ist. Nun fehlt nur noch die offizielle Bestätigung durch Swiss Olympic – eigentlich eine Formsache im Judo.

Mit dieser Leistung durfte die Muttenzerin sogar an den Judo Masters der besten der Weltrangliste in Mexiko teilnehmen. Dort allerdings traf sie bereits in der ersten Runde auf die zweifache Olympia-Medaillengewinnerin und Weltmeisterin, die Japanerin Nakamura, die dieses Masters auch gewann. Evelyne musste sich dem starken Griff der Asiatin beugen und verlor mit Ippon.

Diese Niederlage trübt jedoch die Freude keineswegs, hat Tschopp doch mit der Qualifikation für Rio ihren grossen Kindheitstraum erfüllen können. Auf ihrem langen Weg dorthin durfte sie auch immer wieder auf die Unterstützung der Leistungssportförderung des Kantons Baselland und der Schweizer Sporthilfe zählen.

In den verbleibenden Wochen vor den Olympischen Spielen stehen noch mehrere Trainingslager auf dem Programm, um sich optimal auf den olympischen Wettkampf vorzubereiten. Dazu braucht sie Sparringpartner, um optimal trainieren zu können. Zu diesem Zweck hat Evelyne Tschopp ein Projekt bei der Crowdfunding-Plattform: ‚I believe in you’ eingerichtet.