Snooker
Junger Snookerprofi Ursenbacher erst im Final gestoppt

Lokalmatador Alexander Ursenbacher sorgt am dritten Basler Masters für die Überraschung und zieht in den Final ein. Unterliegt dort aber dem Engländer Douglas Hogan. Der 16-Jährige trainiert mehrere Stunden täglich und setzt voll auf den Profisport.

Susan Gloor
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«Spielen und Geniessen», so das Motto des 16-jährigen Alexander Ursenbachers im Finalspiel.

«Spielen und Geniessen», so das Motto des 16-jährigen Alexander Ursenbachers im Finalspiel.

Susan Gloor

Zum dritten Mal lud der Basel Snooker Club in die Heimstätte am Erdbeergraben zum internationalen Masters. Die Überraschung vom Finaltag lieferte der Lokalmatador Alexander Ursenbacher. Der 16 Jahre junge Rheinfelder konnte sich zuerst im Viertelfinal gegen seinen französischen Trainingspartner Nathanel Beckrich durchsetzen und traf im Halbfinal auf den Deutschen Meister und Ex-Profispieler, Patrick Einsle.

Der erste Frame lief perfekt für Einsle und Ursenbacher blieb nur das Zuschauen. Im zweiten Frame unterliefen Einsle Fehler und Ursenbacher kam besser ins Spiel. Dennoch stand es danach 2:0. Der Deutsche stand vor dem Finaleinzug. Ursenbacher steigerte sich aber weiter und holte den dritten Frame. Im vierten Frame lag Einsle mit mehr als 25 Punkten vorne, bevor Ursenbacher überhaupt eingreifen konnte. Und wie er das tat: Eine Kugel nach der anderen versenkte er, machte viele Punkte mit der schwarzen Kugel und glich zum 2:2 aus.

So kam es zum Entscheidungsframe: Ursenbacher startete gut und führte nach einem langen Break bereits mit 45 Punkten. Uneinholbar für Einsle.

Somit zog Ursenbacher völlig unerwartet in den Final ein. Und für diesen lautete das Motto des jungen Fricktalers: «Spielen und geniessen!» Gegner Douglas Hogan aus England war dann aber eine Nummer zu gross, und Ursenbacher verlor das Spiel um den Sieg mit 3:1 nach Frames.

Ursenbacher setzt auf Snooker

Alexander Ursenbacher hat die Schule diesen Sommer abgeschlossen und setzt als junger Profi voll auf die Karte Snooker. Täglich spielt er acht bis neun Stunden Snooker – meist mit Beckrich zusammen. Konzentration ist dabei sein Schlüssel zum Erfolg. Als er noch zur Schule ging, war er nicht immer voll konzentriert und teilweise verspannt, was ihm entsprechend schlechte Resultate eintrug. Nun will er sehen, wie weit er als Profi kommt und wenn es ihm läuft wie bisher, dürfte das noch ziemlich weit sein. Dafür geht das Talent nächstes Wochenende an die IBSF-Snooker-Weltmeisterschaft der Männer ins bulgarische Sofia.

Für den Mulhouser Nathanel Beckrich war es speziell, im Viertelfinal auf den Trainingskollegen Ursenbacher zu treffen. Beide sind befreundet, kennen ihre Stärken und Schwächen und fordern sich gegenseitig heraus. Vergangenes Jahr noch konnte Beckrich Ursenbacher im Viertelfinal aus dem Turnier werfen, doch dieses Mal war es umgekehrt. Beckrich konstatierte, dass Ursenbacher in der Defensive besser spielte als sonst. Deshalb war er auch überzeugt, dass am heutigen Tag sogar ein Turniersieg dringelegen wäre.