Fussball
Juniorenturnier in Sissach: Weinende Sieger und lachende Verlierer

Verkehrte Welt am Juniorenturnier in Sissach. Während sich Concordia in der U13-Kategorie über den zweiten Rang freute, schluchzte ein Aarauer Sieger. Für das Urteil, ob am Traditionsturnier ein Shaqiri von übermorgen spielte, ist es noch zu früh.

Calvin Stettler
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Fussball: Junioren-Turnier in Sissach
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Gruppenspiel: FC Liestal (weiss) gegen Team Limmattal.
Gruppenspiel: FC Basel (rot-blau) gegen Grasshopper Zürich.
Die Spiele wurden von den pausierenden Spielern aufmerksam verfolgt.
Gruppenspiel: FC Basel (rot-blau) gegen Grasshopper Zürich.
Gruppenspiel: FC Concordia (blau) gegen FC Lugano.
Gruppenspiel: FC Concordia (blau) gegen FC Lugano.
Gruppenspiel: FC Liestal (weiss) gegen Team Limmattal.
Mannschaftsbild der U13 vom FC Basel.
Mannschaftsbild der FC Concordia U13.

Fussball: Junioren-Turnier in Sissach

Uwe Zinke

15 Minuten waren seit dem Schlusspfiff des Finals zwischen Concordia Basel und dem FC Aarau vergangen. Ein Basler lächelte zufrieden. Ein Aarauer schluchzte untröstlich. Und der Gewinner heisst voller Ironie: FC Aarau.

Verkehrte Welt in der Sporthalle Tannenbrunn in Sissach. Unter den Siegern verbürgten sich allerdings nicht Davide Callà oder Sandro Burki, sondern (noch) unbekannte, junge und vor allem motivierte Nachwuchskicker.

«Kräfte für Reaktion fehlten»

Bereits zum 17. Mal traf sich die Elite des Juniorenfussballs an diesem traditionellen Turnier. Neben der Kategorie U15 und U16 duellierten sich auch die U13-Teams. Concordia toppte den letztjährigen Halbfinaleinzug mit dem Erreichen des Finals.

«Es geht stetig aufwärts. Am Schluss fehlten uns wohl die Kräfte für eine Reaktion», fasst Concordia-Trainer Mathias Maeder die gute Tagesleistung zusammen.

Mit der Reaktion meint er übrigens das unglückliche Abpraller-Tor der Aargauer, das in einer ausgeglichenen Partie gleichzeitig der Basler Genickbruch war.

0:3 ging das Endspiel verloren. Trotzdem überwog der Stolz in den Reihen Concordias. Die erstmals angetretene U13-Auswahl des FC Liestal erreichte währenddessen den respektablen 6. Schlussrang.

Bleibt noch der Grund für die vorhin erwähnte Trauer des FCA-Spielers: «Der Junge war der Meinung, dass er seinen eigenen Ansprüchen heute scheinbar nicht gerecht geworden war», erklärte FCA-Coach Thomas Hürzeler. Solch eine Szene zeigt, wie gross der Druck, der Ehrgeiz und die Konkurrenz bereits bei den Zwölfjährigen sind.

Vorjahressieger OB geht leer aus

Apropos Konkurrenz: Diese schläft ja bekanntlich nie. Das bekam auch der Vorjahressieger BSC Old Boys deutlich zu spüren. Nur Platz acht. Dementsprechend enttäuscht gab sich auch der Trainer Beat Fläcklin: «Klar, wir blieben hinter unseren Erwartungen, doch das Teilnehmerfeld ist hier immer sehr stark.»

Und genau dieses Tableau unterschätzte der erfolgsverwöhnte FC Basel vor allem am Samstag. Die «Bebbi» reisten aus unbekannten Gründen nur mit der U12 an. Sie kamen am Ende des Tages nicht über den zehnten Platz hinaus.

Wie erwartet richteten dafür die Älteren den Haussegen des FCB am zweiten Turniertag wieder gerade. Sowohl die U15 wie auch die U16 gewannen jeweils trotz ein paar heikler Situationen in ihrer Kategorie. Für die U16-Auswahl ist es der fünfte Turniersieg en suite.

Haufenweise Talent in Sissach

Spielte nun auch der Shaqiri von übermorgen? Die Trainer sind sich einig, dass es für solch ein Urteil noch zu früh sei. Neben physischen Entwicklungen muss beispielsweise auch das Umfeld stimmen. Doch eine Konstante gibt es in dieser Rechnung: Talent. Und einige dieser talentierten Spieler waren mit Sicherheit auch in Sissach.