Am Ende des Spitzenkampfs resultierte ein 31:31. Trainer Kai Wetzel war enttäuscht. Denn dieses Ding hätte seine Truppe nach Hause schaukeln müssen – der Gegner lag nämlich immer im Rückstand. Der 39-jährige Deutsche, der den Verein seit dieser Saison trainiert, hat mit seiner Mannschaft noch viel vor. «Wir wollen uns gegenüber dem sechsten Platz aus der letzten Saison verbessern und näher an die Spitze kommen», sagt Wetzel. Mit Eigengewächsen will der Verein dieses Ziel erreichen. «Der Unterbau stimmt. Jetzt wollen wir nach und nach die jungen Talente in die erste Mannschaft einbauen.»

Den Bällen hinterhergerannt

Der TV Pratteln ist früher viele Jahre in der Nationalliga B den Bällen hinterhergerannt. Letztmals in der Saison 2003/04. Seither ist die 1.Liga das höchste der Gefühle. In den letzten Jahren kamen die Baselbieter nicht übers Mittelfeld hinaus. Und nun solls mit Kai Wetzel eben noch einen kleinen Schritt weiter nach vorne gehen.

Trainer Kai-Wetzel über seinen TV Pratteln

Kai Wetzel über seinen TV Pratteln

Der Aufstieg in die NLB ist für Pratteln zurzeit kein Ziel. «Im Moment macht es uns grossen Spass. Wir sind in der richtigen Liga», sagt der Headcoach. Er spricht davon, dass die Strukturen für die Nationalliga nicht optimal wären, und von der Einstellung der Spieler. «Nicht alle Akteure bringen bedingungslosen Einsatz. Das fehlt uns vielleicht zum letzten wichtigen Schritt in Richtung Spitze oder für die Nationalliga.» Wetzel meint das nicht böse. Er weiss, dass er das in einer 1.-Liga-Mannschaft nicht unbedingt erwarten kann.

«Der Teamspirit ist gut»

Er sei lieber in der 1. Liga ganz vorne mit dabei als ein Schwanzklub in der NLB, sagt Kai Wetzel. Die Basis stimmt beim TV Pratteln. Ohne auswärtige Verstärkungen ist die junge Mannschaft auf einem guten Weg. Nach fünf Spielen liegt sie auf Platz 3 und ist damit im Moment in der angestrebten Tabellenregion. «Der Teamspirit ist gut, der Konkurrenzkampf auch. In dieser jungen Equipe steckt wirklich sehr viel Potenzial. Wir wollen uns in den nächsten Jahren im vorderen Drittel etablieren», sagt Wetzel. Und die Qualifikation für die Aufstiegsspiele? «Wenns einmal passen sollte, nehmen wir das natürlich gerne. Und wenn nicht, geht die Welt nicht unter.»