Handball

Kapitaler Heimsieg im Abstiegskracher für den RTV Basel

Der RTV Basel und der TV Endingen schenken sich nichts.

Der RTV Basel und der TV Endingen schenken sich nichts.

Den Basler Handballern gelingt gegen den direkten Konkurrenten TV Endingen dank eines 30:28-Erfolges ein Befreiungsschlag. Weil der RTV seine Führung nicht genügend ausbauen kann, bleibt das Spiel bis in die Schlussminuten nervenaufreibend.

Schon bevor die Partie angepfiffen wird, knistert es zwischen dem RTV Basel und dem TV Endingen. Die Aargauer mussten bis Mittwoch in Quarantäne ausharren, wollten den Abstiegskracher verschieben. Das misslingt. Und das liegt auch daran, dass der RTV dem Begehren einen Riegel schiebt.

Dennoch entwickelt sich das erwartet umkämpfte Spiel. Als die beiden Mannschaften vor knapp zwei Monaten aufeinandertrafen, ging es 23:23 aus. In der Tabelle trennte sie vor Anpfiff nur ein Punkt. Das Ziel des RTV ist von Anfang an ersichtlich: Im fünften Anlauf muss der erste Heimsieg der Saison her. Lange Zeit liegen die Basler in Führung – verpassen es jedoch, diese auszubauen. Für mehr als eine Zweitore-Führung fehlt die Präzision. «Wir haben viele hundertprozentige Chancen ausgelassen», moniert RTV-Trainer Darijo Bagaric.

Als zwei Minuten vor der Halbzeitpause Endingen in Überzahl einen Gegenangriff mit einem Schuss aus der eigenen Hälfte abschliesst und RTV-Goalie André Willimann erst am Ball vorbei und dann in den Pfosten rauscht, steht es plötzlich 13:14. In die Pause geht es immerhin mit einem Unentschieden, dank eines RTV-Tores.

Goalie Willimann rettet den ersten RTV-Heimsieg

Das Geschehen ändert sich in der zweiten Halbzeit nicht. Der RTV liegt mehrheitlich in Führung, kann die kämpfenden Endinger aber nicht abschütteln. Auch nach einem erstmaligen Dreitore-Vorsprung kommen die Gäste zurück und gleichen das Spiel fünf Minuten vor Schluss aus. 26:26 – das Spiel steht auf Messers Schneide. Dass Basel einem erneuten Unentschieden oder gar einer Niederlage entgeht, liegt an starken Schlussminuten, in denen Willimann mehrmals die Faust ballt, weil er ein Gästetor vereitelt. Seine Vordermänner spielen sich noch einmal eine Dreitore-Führung hinaus. Und bringen diese über die Zeit.

Der 30:28-Sieg ist ein Befreiungsschlag. «Gegen einen direkten Gegner ist ein solcher Heimerfolg besonders wichtig», sagt Bagaric nach Spielende. Der Vorsprung auf die Playoutplätze beträgt neu drei Punkte.

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