Laufsport
Kaspar Hägler findet die Entscheidung am Berg

Der Orientierungsläufer Kaspar Hägler hat den 26. Lupsinger Lauf in überlegener Manier gewonnen. Er griff kurz vor dem Bergpreis an und lief mit über einer Minute Vorsprung ins Ziel.

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Der Lupsinger - ein beliebter Volkslauf.
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Lauf mit Politprominenz: Die zu den Grünen-Unabhängigen übergetretene Esther Maag aus Liestal (Nummer 109).
Überlegene Frauensiegerin Simone Hertenstein.
Kaspar Hägler auf den letzten Metern.
Lupsinger Lauf

Der Lupsinger - ein beliebter Volkslauf.

Ulrich Fluri

Die beschwerliche 12,3 Kilometer lange Strecke mit 320 Metern Höhendifferenz rund um den Lupsinger Holzenberg war für den neu ins OL-Nationalkader selektionierten Hölsteiner ein geglückter Härtetest auf die kommende Saison.

Dazu hat der 26-jährige Wirtschaftsstudent noch zusätzlich taktisches Geschick bewiesen, galt es doch, seinen stärksten Rivalen, den von der Grundschnelligkeit her besseren Bahnläufer Millyon Layne, im richtigen Moment anzugreifen. Und das tat Hägler mit einem scharfen Antritt in der ruppigen Steigung kurz vor dem Bergpreis.

Auf den letzten fünf Kilometern konnte er in der Folge seine Dominanz gegenüber dem 20-jährigen Athleten vom LC Fortuna Oberbaselbiet souverän ausspielen und mit einem klaren Vorsprung von 1:16 als Sieger ins Ziel einlaufen. «Diese Strecke mit der langen Steigung ist mir sehr entgegen gekommen», gesteht Hägler. Seine Siegerzeit von 45:31 liegt indes mit 2:43 deutlich über der Rekordmarke des letztjährigen Siegers Anders Holmberg.

Start-Ziel-Sieg bei den Frauen

Die Liestalerin Simone Hertenstein war in Lupsingen in der Zeit von 52:44 überlegen die schnellste Frau und hat somit ihren Vorjahressieg eindrücklich bestätigt. Die 38-Jährige setzte sich gleich zu Rennbeginn an die Spitze und distanzierte die um 13 Jahre jüngere Chantal Abgottspon aus Büren um 2:03.

«Ich bin einfach mein Rennen gelaufen und musste mich eigentlich nicht um die Konkurrenz kümmern», so Hertensteins Analyse. Dem Gros der rund 400 Gestarteten kann zu Saisonbeginn allgemein ein guter Formstand attestiert werden. Wer nämlich den sehr anspruchsvollen «Lupsinger» unter einer Stunde läuft, kann leistungsmässig nämlich noch der gehobenen Mittelklasse zugeordnet werden.

Die 61 Läuferinnen und Läufer denen das Durchbrechen dieser «Schallmauer» gelang, sind denn auch ein klares Indiz dafür, dass die regionale Joggingszene von einer starken Mittelschicht getragen wird. Daneben «lebt» dieser perfekt organisierte Lauf alljährlich von den Schülern und Jugendlichen die in den grossen Feldern ihrer Kategorien immer für beste Stimmung sorgen.