Am 10. Februar 2019, vor sieben Wochen, hatte das Baselbieter Kombinat in Pully noch mit 82:66 gewonnen und namentlich in den zweiten 20 Minuten eine vorzügliche Leistung gezeigt. Davon war gestern Sonntagnachmittag in Birsfelden nichts mehr zu sehen.

Die Equipe von Cheftrainer Pascal Donati verlor eine Partie, die nur noch statistischen Wert hat, denn Pully Lausanne, Central Luzern und die Starwings werden die drei letzten Tabellenplätze belegen und haben die Playoffs längst verpasst. Unabhängig davon, was in den drei folgenden Matches noch passieren wird.

Kein Spitzenniveau

Es ist müssig zu hinterfragen, warum nach einem kleinen Zwischenhoch im Dezember 2018 (nach dem Trainerwechsel von Roland Pavloski zu Donati) die Birsfelder wieder zu jener lethargischen Mannschaft wurden, die bemüht war, jedoch noch mehr Mühe mit sich selber bekundete.

Tatsache ist, dass die Unterbaselbieter über keinen nationalen Akteur verfügen, der über nationales Spitzenniveau verfügt (die drei Schweizer Akteure der Stammfünf erzielten zusammen neun Pünktlein; Lausanne-Spielmacher Lucas Pythous, mit knapp 175cm einer der kleinen Nationalliga-A-Spieler, erzielte alleine zwei Zähler mehr als das Birsfelder Trio).

Und weil das Ausländerquartett nicht über alle Zweifel erhaben ist, bleibt zu vieles nur Stückwerk. Denn es sei explizit erwähnt, dass die Waadtländer mit einem Profi-Trio spielen, während die Baselbieter ein Ausländer-Quartett in ihren Reihen haben….

Wie gewonnen, so zerronnen

Vier Minuten vor der Endsirene führten die Gastgeber mit 80:73 – auch dieser Vorsprung war nicht gross genug, um eine gewonnen geglaubte Partie nach Hause zu bringen. Indivi­duelle Fehler und eine ungenügende Wurfquote führten zu einer Verlustpartie, die nur schwer erklärbar ist.

Dass die Starwings 52 Rebounds, davon sagenhafte 25 in der Offen­se (der Gast hatte nur de­ren 14), nicht zum Sieg ausnutzen konnten, erstaunt und wider­spricht der These, dass mehr Rebounds und weniger Fouls (siehe Telegramm) die Haupt­gründe sind, warum man im Basket eine Partie gewinnt.

Bittere Niederlage 

Auch im Vorspiel, beim Finalrunden-Match in der 1. Liga der Starwings U21 gegen die U21 von Union Neuchâtel, zeigte sich, dass der Unterbau der einstigen deutschschweizer Bas­ketball-Hochburg – milde gesagt – hartes Brot isst.

Ein 60:102 sagt alles aus – und wenn die Gäste süffisant anfügen, dass «wir auch mit 80 Punkten hätten gewinnen können», wirft dies viele Fragen auf. Während die U21-Jungs im Rückspiel nochmals schwindlig gespielt werden, steht dem Fanionteam eine Reise ins Tessin zum BC Lugano an.

Auch wenn der einstige Serienmeister längst nicht mehr "grande" ist, sind die Südschweizer wohl dennoch eine Nummer zu gross. Aber auch dies hat längst keine sportliche Bedeutung mehr.