Handball

Kein erster Saisonsieg für den RTV Basel

Die Worte von RTV-Coach Darijo Bagaric konnten die Niederlage auch nicht verhindern.

Die Worte von RTV-Coach Darijo Bagaric konnten die Niederlage auch nicht verhindern.

Trotz eines soliden Starts bleibt der RTV Basel gegen die Pfadfinder aus Winterthur ohne Chance auf einen Sieg. Die Basler verlieren auswärts mit 20:26.

Der RTV Basel reiste für sein drittes Ligaspiel in den Kanton Zürich, wo sich das Team von Trainer Darijo Bagaric gegen Pfadi Winterthur den ersten Sieg in dieser Saison erhoffte. Ganz unwahrscheinlich schien ein solcher Effort gegen den neunfachen Schweizer Meister nicht, hatten die Winterthurer doch in ihrem letzten Spiel nur knapp gegen GC Amicitia einen zweiten Sieg einfahren können.

Ein ausgeglichener Start

Tatsächlich war der Start in die Partie äusserst ausgeglichen und torarm, weswegen Pfadis Coach Adrian Brüngger beim Stand von 4:5 aus Sicht des Heimteams nach 13 Spielminuten ein Timeout nutzte, um seine Truppe gerade in der Defensive deutlich disziplinierter aufzustellen. Diese offensive Weise der Abwehr gepaart mit einem schnellen Umschalten bereitete den gegnerischen Realturnern Mühe, was sich in vielen technischen Fehlern manifestierte. Auch die Auszeit Bagarics in der 19. Minute konnte diesen Trend nicht wirklich kippen und die Basler Handballer hinkten den Pfadfindern bis zum Halbzeitstand von 10:12 stets bis zu drei Treffern hinterher.

Keine Chance auf den Anschluss

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit hätte der RTV Basel die Chance gehabt die zwei Zeitstrafen von Pfadis Jannic Störchli und Stefan Freivogel auszunutzen, kam jedoch nie näher als ein Tor an die Ostzürcher heran. RTV-Headcoach Darjio Bagarics aufpeitschende Worte während des Team-Timeouts in der 39. Minute verfehlten bei seiner sehr jungen Equipe zudem ihre Wirkung und konnten nicht verhindern, dass Pfadi in der zweiten Hälfte ohne je in Bedrängnis zu kommen seine Vier- bis Sechs-Toreführung verteidigte. Das lag hauptsächlich daran, dass die Topscorer Alexandar Radovanovic und Marvin Lier des aktuellen Tabellenführers der NLA sich das Toreschiessen aufteilten und dabei häufiger und mit weniger Fehlversuchen trafen als Basels Alexander Spende, der auf sich alleine gestellt von seinen 18 Versuchen nur gerade die Hälfte verwerten konnte.

Aus den Fehlern lernen

Weil das gesamte Team vom Rheinknie auch in der zweiten Halbzeit fehleranfällig blieb und nach 20 Minuten gerade mal sieben Tore zustande brachte, lagen auf der Bank des RTV die Nerven blank. Die Gäste handelten sich durch Reklamationen in der 54. Minute eine unnötige Zweiminuten-Strafe ein. Im letzten Angriff scheiterte Jannis Voskamp auch noch an Torhüter Dennis Wipf, der damit den RTV mit einem Endresultat von 20:26 nach Hause schickte. Für das nächste Heimspiel im Rankhof am kommenden Samstag gegen den HC Kriens-Luzern bedarf es einer deutlichen Steigerung in der Offensive sowie auch einer besseren Leistung der neuen ausländischen Spielern, die sich bisher noch nicht wirklich entfalten konnten.

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