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Kein Exploit der Baselbieter am Eidgenössischen Schwingfest in Zug

Roger Erb riskierte in der letzten Sekunde alles.

Am Wochenende vom 24. und 25. August 2019 fand in Zug der Saisonhöhepunkt der Schwinger statt, das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest. Mit rund 400'000 Besuchern wurde in Zug ein neuer Besucher-Rekord erreicht und belohnte das Organisationskomitee für den sehr gelungenen Anlass.

Mit Stucki Christian als Schwingerkönig und Wicki Joel als Erstgekrönter konnten sich zwei Favoriten durchsetzen. Leider konnte sich keiner der acht angetretenen Baselbieter Schwinger in den Kranzrängen klassieren. Nur knapp scheiterte Roger Erb (SK Oberwil) und Manuel Hasler (SK Muttenz). Beide konnte im letzten Gang ums Eichenlaub kämpfen, hätten jedoch einen Sieg benötigt.

Erb liess nichts unversucht und riskierte in den letzten Sekunden alles. Er setzte zum «Schlungg» an. Dieser Schwung führt meistens zur Entscheidung. Wenn es gelingt den Gegner zu überraschen, dann gewinnt man. Hingegen wenn es der Gegner merkt, kann er den Schwung «abfangen» und seinerseits gewinnen, wie es beim Gang von Erb der Fall war.

Insgesamt liess sich Erb drei Siege, drei gestellte und zwei verlorenen Gänge auf seinem Notenblatt notieren und damit den 16. Schlussrang. Hasler leistet sich ebenfalls einen langen und harten Kampf mit dem Eidgenossen Andi Imhof um den Kranz.

Manuel Hasler belegte den guten 17. Schlussrang.

Hasler Manuel 3

Manuel Hasler belegte den guten 17. Schlussrang.

Am Ende setzte sich jedoch die Routine vom vierfachen Eidgenössischen Kranzschwinger Imhof durch. Für Hasler bliebt mit drei gewonnenen, vier gestellten und eben dieser Niederlage gegen Imhof der gute 17. Schlussrang.

Ansporn fürs Schwingfest im eigenen Kanton

Ebenfalls für alle acht Gänge qualifizierte sich Janic Voggensperger (SC Binningen). Nach sechs Gängen hätte er genügend Punkte auf seinem Notenblatt um weiterhin im Rennen um die Kränze dabei zu sein, jedoch machte ihm eine Verletzung zu schaffen, so dass er den Wettkampf abbrechen musste. Wir wünschen ihm an dieser Stelle gute Besserung!

Nicht wie gewünscht auf Touren kamen Lars Voggensperger, Andreas Henzer, Adrian Odermatt, Samuel Brun und Remo Kocher . Sie konnten sich nicht für den zweiten Wettkampftag qualifizieren. Trotzdem war es auch für sie eine wertvolle Erfahrung und wird Ansporn genug sein, nächste Saison nochmals einen Schritt nach vorne zu machen um in drei Jahren beim Eidgenössischen Schwingfest 2022 im eigenen Kanton besser abzuschneiden.

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