Uefa Youth League

Kein Lohn für Basels Nachwuchs trotz einem guten Auftritt gegen Paris Saint-Germain

Der Basel Nachwuchs verliert gegen zu Hause gegen Paris.

Der Basel Nachwuchs verliert gegen zu Hause gegen Paris.

Der FC Basel U19 weiss im Uefa-Youth-League-Duell gegen die Altersgenossen von Paris Saint-Germain zu gefallen, geht am Ende aber dennoch als 2:3 (1:1)-Verlierer vom Platz.

700 Zuschauer, darunter auch der verletzte Schweizer Internationale Breel Embolo, wollten die U19-Begegnung zwischen dem FC Basel und Paris Saint-Germain sehen. Sie sollten ihr Kommen nicht bereuen, denn die Jungprofis aus der französischen Metropole gaben von Beginn an ein hohes Tempo vor, das die Schweizer mitgingen. Zwar blieben Torchancen vor dem Seitenwechsel noch Mangelware, doch insgesamt erfüllte das Duell in der 4. Runde der Uefa Youth League die Erwartungen vollends.

Die Pariser wirkten über weite Strecken optisch überlegen, doch die Basler waren bei ihren schnell vorgetragenen Gegenstössen stets gefährlich. Im Gegensatz zur 1:4-Niederlage im Hinspiel waren sie auch effizient: In der 16. Minute traf Martin Liechti nach einer Balleroberung des erst 16-jährigen Alessandro Stabile zum 1:0 und kurz nach dem Seitenwechsel staubte Kenan Heric erfolgreich ab, nachdem PSG-Keeper Sébastian Cibois einen Schuss Dominik Schmids nach vorne abgewehrt hatte.

Dass die Gäste zweimal das Skore auszugleichen vermochten, lag vor allem an der individuellen Klasse gewisser Spieler. Als Moussa Diaby fünf Zeigerumdrehungen vor der Pause 20 Meter vor dem Tor etwas Platz hatte, zimmerte er einen „Strahl“ in den Winkel. Eine Viertelstunde vor dem Ende war es dann Christopher Nkunku, der einen Freistoss von der Seite an Freund und Feind vorbei im weiten Eck „versorgte“.

Ein Unentschieden wäre auch das gerechte Schlussresultat gewesen, doch ein Blackout von Loris Micellli – der FCB-Verteidiger spielte 18 Meter vor dem eigenen Gehäuse Nkunku einen Querpass in die Füsse – ermöglichte es dem besten Mann auf dem Platz, in der 80. Minute zum Matchwinner zu werden.

„So ein Tor darf man nicht kassieren, das weiss der Spieler selbst am besten“, sagte Raphael Wicky nach dem Abpfiff der intensiven 90 Minuten. Der Basler U19-Trainer bedauerte, „dass sich meine Mannschaft für einen mutigen Auftritt nicht belohnt hat. Auch wenn es im Resultat nicht angezeigt wird: Wir haben vieles richtig gemacht und müssen das Positive in die nächsten Begegnungen mitnehmen.“

Weil sich Ludogorets Razgrad und der FC Arsenal im Parallelspiel 1:1 trennten, bleiben die Schweizer aber Tabellenzweiter. „Dieses Ergebnis ist natürlich gut für uns“, kommentierte Wicky, um sofort danach den Mahnfinger zu heben: „Wir müssen auch noch nach Razgrad, das wird nicht einfach!“ 

FC Basel U19 – Paris Saint-Germain U19 2:3 (1:1)

Leichtathletikstadion St. Jakob. – 700 Zuschauer. – SR Anufrijevs (LET). – Tore: 16. Liechti 1:0.40. Diaby 1:1. 47. Heric 2:1. 76. Nkunku 2:2. 80. Nkunku 2:3.

Basel U19: Thürkauf; Vogrig, Cümart, Kaiser, Riveros (46. Micelli); Pacheco, Stabile; Liechti (35. Heric, 81. Rashiti), Pepsi, Schmid; Manzambi.

Paris U19: Cibois; Dagba, Dembele, Eboa Eboa, Ballo; Callegari; Ikone (68. Giacomini), Nkunku, Bermede (56. Soumare), Diaby (85. Adli); Essende.

Bemerkungen: Basel ohne Conus, Huser und Pululu (alle verletzt). Paris ohne Georgen (gesperrt). – Verwarnungen: 54. Eboa Eboa, 60. Manzambi (beide Foul). – Liechti verletzt ausgeschieden.

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