In der 59. Minute hämmerte im 1.-Liga-Derby der Muttenzer Mittelfeldspieler Onur Akbulut den Ball nach einer inkonsequenten Abwehraktion der Dornacher aus gut 20 Metern zum 1:1 ins Netz. Ein sehenswerter Treffer des Mittelfeldspielers, der mit seinem Knaller die Partie in andere Bahnen lenkte.

«Wir haben nach dem 1:1 mehr Torchancen gehabt», sagte Muttenz-Trainer Atilla Sahin zur letzten halben Spielstunde. Pascal Burger, der Übungsleiter der Dornacher, fügte hinzu, dass das Spiel nach dem Ausgleich auf beide Seiten hätte kippen können.

Der grosse Auftritt von Borer

Nachdem in der ersten Halbzeit Roman Aeschbach eine hundertprozentige Tormöglichkeit für den SC Dornach ausgelassen hatte, ging das Heimteam gleich nach dem Seitenwechsel in Führung. Nach einem Zuspiel von Alain Borer in die Tiefe, zog Dario Di Giovine alleine auf Steven Oberle los und liess dem Torhüter der Gäste keine Abwehrmöglichkeit.

«Wir hatten den Sieg in den Händen», sinnierte Burger nach Spielende einer Szene nach, die das Spiel für die Dornacher in der Tat in entscheidende Bahnen hätte lenken können. In der 53. Minute hatte nämlich Borer seinen grossen Auftritt. Wie ein Skirennfahrer die Slalomstangen umkurvte der Stürmer die Muttenzer Abwehr. Mit einem präzisen Zuspiel bediente er Nicolas Maissen, der das Kunststück fertigbrachte, aus wenigen Metern Distanz zum Tor einen Abwehrspieler anzuschiessen.

Anstatt 2:0 für den SC Dornach hiess es zwölf Minuten später immer noch 1:1. Bei einem Pfostenschuss der Gäste hatte das Heimteam in der Folge Glück, dass es nicht als Verlierer vom Platz musste. «Wir sind nicht an unsere Leistungsgrenze gekommen», meinte Pascal Burger nach Spielschluss etwas enttäuscht zum korrekten Resultat.