Fussball
Kein Sieger im Duell der Verfolger auf dem Steinli

Der FC Bubendorf stiehlt auswärts beim NK Pajde einen Punkt. Nutzniesser des 1:1 ist Pratteln, das Münchenstein mit 7:2 abschiesst und neu an zweiter Stelle hinter 2.-Liga-regional-Leader Binningen steht.

Patrick Hunziker
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Kein Sieger beim Duell zwischen dem FC Bubendorf und NK Pajde.
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Pajdes Zvonimir Zivic (l.) im Duell gegen Bubendorsf Pius Kaderli
Pajde Captain Nerhim Amitoski (19) bei einer Direktabnahme. Die Bubendorfer schauen zu.
Die Bubendorfer Olaf Wahl (16) und Pius Kaderli (3) bedrängen Pajdse Massimo Calcaterra.
Der Bubendorfer Pius Kaderli behält die Lufthoheit gegen Pajtim Adema (16).

Kein Sieger beim Duell zwischen dem FC Bubendorf und NK Pajde.

Uwe Zinke/sportives.ch

Die Reaktionen der beiden Trainer nach den aufwühlenden 90 Minuten sagten bereits vieles über diese Partie. Auf der einen Seite stand da ein sichtlich unzufriedener Dejan Rakitic, welcher mit Recht auf die Vielzahl an erstklassigen Tormöglichkeiten seiner Mannschaft verwies. Auf der anderen Seite ein milde lächelnder Bubendorf-Trainer Ergün Ercedogan, welcher freimütig bekannte: «Dies ist ein äusserst glücklicher Punkt für uns. Wir waren heute klar unterlegen».

Tatsächlich war Pajde in diesem Duell der Verfolger über weite Strecken das aktivere Team und ging folgerichtig auch in Führung. Der Grund, weswegen Ercedogans Equipe dann aber doch noch einen Weg zurück ins Spiel fand, lag in erster Linie an jener verhängnisvollen Szene kurz nach dem Führungstreffer. Nach einem Griff ins Gesicht eines Gegenspielers entschied der umsichtige Spielleiter Scheck auf Tätlichkeit und stellte den jungen Pajde-Flügel Calcaterra mit Rot vom Platz. Nicht das erste Mal übrigens, dass Spieler des NK Pajde durch Undiszipliniertheiten von sich Reden machen. Keine Mannschaft der 2. Liga regional weist mehr Strafpunkte auf als der Tabellendritte aus Möhlin.

Nicola Brügger reagierte am scnellsten

Mit einem Mann mehr auf dem Platz kam Bubendorf etwas besser ins Spiel und mit der ersten richtigen Chance auch sogleich zum Ausgleich: Nicola Brügger hatte nach einem Einwurf am schnellsten geschaltet und den Ball aus dem Gewühl heraus zum 1:1 verwertet. Es war dies zugleich auch das Endresultat, obwohl der Gastgeber in der Schlussphase dem Sieg wieder deutlich näher stand. Zivic vergab jedoch gleich zweimal aussichtsreich, wobei sein gekonnter Heber in der 80. Minute an der Querlatte landete. Augenfällig bleibt trotz des Remis die Heimstärke von Pajde: Rakitic schätzt die Ungeschlagenheit im Steinli saisonübergreifend auf etwa zwei Jahre, in dieser Saison waren dies nach sieben Siegen die ersten Punktverluste auf dem heimischen Sportplatz.

Wiedersehen im Cup-Viertelfinal

Im Aufstiegsrennen bedeutet diese Punkteteilung aber natürlich für beide Teams einen Rückschlag. Wobei: Über dieses Thema reden die zwei Trainer sowieso nicht gerne. Der Aufstieg sei kein Ziel, erklären sie unisono und verweisen dabei auf die vielen jungen Spieler im Kader. Rakitic möchte die Saison in erster Linie einfach «geniessen», während man in Bubendorf laut Ercedogan mit einem ganz anderen Ziel liebäugelt: «Für die Mannschaft hat der Cup Priorität.» Gegner dort im Viertelfinal Ende Monat wird dann zumal erneut der NK Pajde sein, dieses Mal allerdings in Bubendorf. In Anbetracht der Fricktaler Heimstärke womöglich kein unerheblicher Faktor.