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Kein Sieger im kleinen Klassiker: Opfer der englischen Wochen

Blas Riveros spielte gegen den FCZ bei der U21 mit.

Blas Riveros spielte gegen den FCZ bei der U21 mit.

Noch vor den Grossen spielten die U21-Teams des FCB und des FCB gegeneinander. Obwohl die Basler unter anderem auch mit Blas Riveros, Yves Kaiser und Julian Vonmoos antraten, gab es nur ein 1:1.

Endlich war die neue Anzeigetafel im Leichtathletikstadion St. Jakob da. Geliefert und montiert, aber nicht rechtzeitig angeschlossen zum Promotion-League-Match zwischen den ältesten Juniorenteams des FC Basel und des FC Zürich, quasi dem «Vorspiel» des Klassikers im Joggeli (siehe oben).

Die Nachwuchstalente waren zwar bemüht, doch eine Viertelstunde geschah nichts, wofür es eine funktionierende Anzeigetafel gebraucht hätte. Dann aber folgte der erste gute Angriff der Basler, an dessen Ende Dejan Zunic den Ball ins Netz spedieren konnte.

Von der Führung beflügelt, drängte der FCB auf das 2:0. Leonardo Gubinelli verfehlte mit dem Kopf das Tor nur knapp (19.) und Landrit Ejupi scheute das Risiko eines Volleyschusses mit seinem schwächeren linken Fuss, stattdessen zirkelte er den Ball am Lattenkreuz vorbei (24.). «Wenn uns das 2:0 gelungen wäre, hätten wir den Match ganz sicher gewonnen», war Arjan Peço überzeugt. Der FCB-Trainer bezeichnete die gegnerische Ausrichtung als «ultradefensiv», war aber gleichzeitig nicht überrascht, dass die Gäste sporadisch zu Chancen kamen. «Die Zürcher haben halt auch Qualität.» So kam es, dass sich Basels Schlussmann Nils de Mol bei seinem Saisondebüt mehrfach auszeichnen konnte. Matteo Di Giustos Direktabnahme lenkte er ebenso über die Latte (25.) wie er zweimal gegen Shpetim Sulejmanis Abschlüsse zur Stelle war (41.).

Zu wenig Punch, zu wenige Ideen

Auch nach dem Seitenwechsel waren die Basler die aktivere Equipe, doch Zunic verpasste es, die Begegnung vorzuentscheiden. Erst schaufelte er nach sensationeller Vorarbeit Julian Vonmoos’ den Ball allein vor Novem Baumann um Millimeter am Tor vorbei (53.) und dann scheiterte der FCB-Captain aus spitzem Winkel am gut reagierenden Gästegoalie (56.). Die von Peço angesprochene Zürcher Qualität zeigte sich dann nach 65 Minuten, als Lavdim Zumberi gleich zwei Rotblaue narrte und den Ball Henri Koide ideal in den Lauf legte, welcher zum 1:1 traf.

Zwar fehlte es in der Folge den spielbestimmenden Baslern nicht am Willen, den neuerlichen Führungstreffer zu erzielen, aber insgesamt gingen ihnen gegen gut organisierte, kompakte Zürcher die Ideen und der Punch ab. «Wir haben praktisch nur englische Wochen, das merkt man in der einen oder anderen Situation. Da liegt nicht jedes Mal ein Feuerwerk drin», nahm der FCB-Trainer seine Spieler in Schutz. Als Beleg für Peços Aussage dient die Tatsache, dass er ebenso wie sein Antipode drei Akteure verletzungsbedingt vom Feld holen musste.

Wirkliche Aufreger gab es in diesem fair geführten Prestigeduell praktisch keine mehr. Abgesehen von der Anzeigetafel. Auf dieser wurde das Skore nicht mehr angezeigt. Bis zum 5. Oktober dürfte die Tafel aber bereit sein. Dann trägt der FC Basel U21 sein Heimspiel gegen Cham aus. Es wird der erste Match seit langem ohne vorgängige englische Woche sein – ein guter Zeitpunkt, um einen Heimsieg anzuzeigen.

Alan Heckel

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