1. Liga

Kein versöhnlicher Muttenzer Saisonschluss

Muttenz' Robin Schüpbach (links) blieb ohne Glück.

Muttenz' Robin Schüpbach (links) blieb ohne Glück.

Die Baselbieter verlieren das letzte Spiel der Saison zu Hause gegen Grenchen mit 1:3 und beenden die Saison damit auf dem 14. Rang. Muttenz-Trainer Atilla Sahin war mit dem Gezeigten und der ganzen Saison entsprechend unzufrieden.

«Für mich war es eine enttäuschende Saison. Wir hätten mehr Punkte holen müssen. Wir haben zu viele Tore kassiert und unnötige Niederlagen eingesteckt.» Für Muttenz-Trainer Atilla Sahin war das letzte Meisterschaftsspiel gegen den FC Grenchen, der fünf Spiele in Folge verloren hatte, ein Abbild der gesamten Saison. Er wies auf die insgesamt 74 Gegentore hin und führte an, dass sein Team an vielen Misserfolgen selber schuld ist. «Wir betreiben einen grossen Aufwand und belohnen uns nicht selber», sagte der Übungsleiter zu einem Umstand, der ebenfalls gegen Grenchen zur Niederlage führte.

In der Tat hätte der SV Muttenz gegen Grenchen nicht mit einem Rückstand, sondern mit einem klaren Vorsprung in die Pause gehen müssen. Alleine Manuel Jenny verpasste es, seine Chancen in etwas Zählbares umzumünzen. Kläglich vergab der Offensivspieler die Führung nach einer halben Stunde Spielzeit, als er Torhüter Pascal Schwaller bereits umdribbelt hatte, den Ball aber am Torgehäuse vorbeischoss. Eine weitere erstklassige Tormöglichkeit versiebte Sven Jegge, der nach einem Zuspiel von Jenny an Schwaller scheiterte.

So rächte es sich auch gegen Grenchen, dass die eigenen Tormöglichkeiten nicht in eine Führung umgesetzt wurden. Die Gäste tauchten nicht einmal gefährlich vor dem Muttenzer Tor auf, bis Torhüter Steven Oberle an der Strafraumgrenze Besnik Salihi zu Fall brachte. Den Penalty verwandelte Asamoah Frimpong sicher.

«Nach einem Gegentreffer agieren wir kopflos», äusserte sich Attila Sahin zur Fortsetzung der Partie. Die Muttenzer machten den Gästen das Toreschiessen wahrhaftig leicht. Lucien Kellerhals verwertete in der 50. Minute eine Flanke von Adrian Fleury zum 2:0. Damit war die Vorentscheidung gefallen, wenn auch Jegge mit seinem Anschlusstreffer die Hoffnung für kurze Zeit ins Lager der Baselbieter zurückbrachte.

Nichts mit dem Abstieg zu tun

«Wir mussten nicht um den Abstieg kämpfen», findet Peter Schüpbach zum Saisonende einen positiven Punkt. Wie Atilla Sahin merkt der Sportchef an, dass die Muttenzer im spielerischen Bereich Fortschritte erzielt haben, diese aber resultatmässig nicht zum Ausdruck kommen. Für Peter Schüpbach war es wichtig, dass der Trainer junge Spieler ohne den Druck des Abstiegskampfes ins Team einbauen konnte.

«Uns hat auch das Mehr-als-der-Gegner-Wollen hin und wieder gefehlt», weist der Sportchef auf einen weiteren Punkt hin, der die Muttenzer in Niederlagen rutschen liess. «Die Vorrunde war in Ordnung, die Rückrunde blieb unter den Erwartungen», so Schüpbach zur durchzogenen Saison 2011/2012.

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