EHC Basel
Keine Chance: Der EHC Basel geht gegen Ajoie unter

Vor magerer Kulisse unterlagen die Sharks den Jurassiern mit 0:4. Der Auftritt der Basler war erschreckend schwach. Es ist die vierte Niederlage in Serie. Das Team ist auf der Suche nach Konstanz.

Jonas Burch
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EHC-Trainer Dany Gelinas (links aussen) konnte dem Team noch nicht die nötige Konstanz verleihen.

EHC-Trainer Dany Gelinas (links aussen) konnte dem Team noch nicht die nötige Konstanz verleihen.

Nicolas Bieri

Fühlt man den Basler Puls nach der Schlusssiren, scheint die Stimmung am Tiefpunkt angelangt zu sein. Verwaltungsratspräsident Matthias Preiswerk schaut in den grauen Katakomben ungläubig zu Boden, sagt ratlos: «Ich sehe absolut keine Konstanz im Team, es ist noch alles so wie im Vorjahr.» Harte und deutliche Worte nach der 0:4-Pleite gegen Ajoie. Und mehr als nur eine leichte Kritik an Cheftrainer Dany Gélinas. «Kein Wunder spielen wir nur vor so wenigen Zuschauern», schiebt er nach.

Auch für Sharks-Trainer Gélinas ist die gestrige Leistung schwer in Worte zu fassen. «Als würde man mit den Händen hinter dem Rücken gegen Mike Tyson boxen», sagt er kopfschüttelnd. In der Tat ist der derzeitige Saisonverlauf nicht das, was sich die Fans, die Spieler, geschweige denn der Bandengeneral erhofft haben. Und mit Ajoie gastierte neben Olten und Langenthal der aktuell wohl stärkste NLB-Klub in der St. Jakob-Halle. Für die Spieler wäre es eine ideale Bewährungsprobe gewesen. Doch die Partie sollte ein Rückschritt werden, in Zeiten, die man so nicht mehr erleben will.

Nach dem 0:2 war Schluss

Nach taktischem, oder für den Laien langweiligem Abtasten, sorgte Basel-Verteidiger Wesley Snell in der 9. Minute für das erste Negativ-Highlight der Partie. Unbedrängt spielt er Ajoies Stefan Mäder den Puck in die Kufen, dieser schiebt zu Raffael Lüthi - 0:1. Ärgerlich, weil unnötig.

Die Sharks versuchten daraufhin zu reagieren, Topskorer Jonathan Roy und Wesley Snell trafen in den Folgeminuten (12./15. Minute) jeweils nur den Pfosten. Es sollte das erste und letzte Offensiv-Feuerwerk bleiben. Basel mit verschossenem Pulver, während Ajoie ab der 16. Minute so richtig durchlädt: Ajoie-Topskorer James Desmarais schockt nach einem Solo in Unterzahl das Heimteam mit dem 0:2. Von da an spielten nur noch die Jurassier. Vor allem im Mitteldrittel fielen die Basler phasenweise auseinander. Ajoie schoss, und schoss und schoss. Immerhin verhinderte Keeper Urban Leimbacher, dass der St. Jakob zur totalen Schiessbude wurde. Erschreckend, was da den 1003 Zuschauern geboten wurde. Das Beste war noch, dass der Tabellenzweite nur zwei Tore markierte.

Das Schlussdrittel plätscherte dann vor sich hin. Einsames Highlight war Snells Faustkampf gegen Mottet. Immerhin hatten die Basler da die Nase vorn. Jetzt gilt es, die Wunden zu lecken. «Es gibt keine Ausreden, wir sind schuld», nimmt Gélinas sich und sein Team in die Pflicht. Nach dem laut Gélinas «schlechtesten Spiel seit jeher» bleibt für die Sharks allein die Hoffnung, dass der Tiefpunkt erreicht ist und es fortan wieder aufwärts geht.