Fussball
Keine Punkte für Sissach

Bittere 0:3-Heimniederlage der Oberbaselbieter gegen Birsfelden. Der Verbleib in der 2. Liga regional ist somit nicht mehr so einfach zu schaffen.

Paul Ulli
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Birsfeldens Dario Oemeroglu Torschütze zum 10 überwindet alle Hindernisse
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Birsfeldens Manuel Notz hat den Ball zum 20 auf dem Fuss
Sissachs Mehmet Redzepov hat den Ball für das erste Tor auf dem Fuss
Match: Sissach gegen Birsfelden

Birsfeldens Dario Oemeroglu Torschütze zum 10 überwindet alle Hindernisse

Roland Jaus

Wenn man in der Defensive so fehlerhaft agiert und die Stürmer für so wenig Torgefahr sorgen, dann ist der Verbleib in der 2. Liga regional nur sehr schwer noch zu schaffen. Dies musste der SV Sissach am Samstagabend beim Heimspiel gegen das mitgefährdete Birsfelden schmerzlich erfahren.

Das Team, welches erstmals von Claudio Masi gecoacht wurde, lag schon nach neun Minuten in Rücklage. Alban Asani hatte Kenan Oemeroglu auf der rechten Abwehrseite zu wenig energisch attackiert und in der Mitte konnten weder Torhüter Stephan Federer noch seine Innenverteidiger den Ball aus der Gefahrenzone spedieren, sodass Dario Oemeroglu keine Mühe hatte, den Führungstreffer für Birsfelden zu erzielen.

Doch damit noch längst nicht genug des Unheils. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit wähnte sich SVS-Verteidiger Mehmet Redzepov wohl bereits beim Pausentee. Anders ist es nicht zu erklären, dass er völlig unbedrängt den Ball im eigenen Strafraum direkt in die Füsse von Manuel Notz spielte und dieser mit einem satten Schuss Goalie Federer keine Abwehrchance liess.

Weiterer Fehler entschied Partie

Pech hatte das Heimteam kurz zuvor, als Birsfeldens Keeper Dominik Hürner den möglichen Ausgleich nach einem Kopfball von Mirko Klassnitz mit einer tollen Parade und der Mithilfe der Torlatte verhinderte. Ein weiterer grober Fehler entschied eine Viertelstunde vor Schluss diese Partie dann endgültig. Klassnitz' Rundschlag landete direkt beim eingewechselten Roberto Vigliano. Dieser bediente Teamkollege Kenan Oemeroglu und der Routinier liess sich nicht zweimal bitten und bezwang Federer zum dritten Mal.

Sissachs neuer Chefcoach Masi redete nach dem Spiel Klartext: «Die Mannschaft ist ein mentaler Scherbenhaufen. Jetzt muss ganz schnell die Winnermentalität zurückkommen, sonst gehen bald die Lichter aus.»