Was hätten Sie gesagt, wenn Ihnen einer prognostiziert hätte, dass Sie nach Ihrem Abschied aus Neuchâtel das erste Spiel auf der Maladière als Nummer 1 im FCB-Sturm machen?
Kemal Ademi: Ich habe das jetzt bestätigt. Ich bin da (lacht). Ich habe das selber nicht gedacht, aber ich habe an mich geglaubt und mir das verdient. Ich muss aber weiter an mir arbeiten, bin noch nicht zufrieden mit mir.

Vor Saisonstart waren Sie in vielen Augen die Nummer 3 im Sturm. Jetzt sind Sie die 1.
Das ist Ihre Meinung. Für mich war immer klar, dass ich mich hier durchsetzen will. Auch mit van Wolfswinkel und Ajeti. Ich bin nicht als Bänkliwärmer nach Basel gewechselt. Ich musste mich etablieren, hatte Glück dass es so schnell gegangen ist und bestätige das jetzt mit meinen Toren.

Für Ihr Tor gegen Xamax brauchte es zwei Schüsse.
Mir ist egal, wie ich das gemacht habe. Der Ball muss einfach irgendwie über die Linie.

Sie haben anschliessend nicht gejubelt. Geplant?
Ja sicher, vor einer Woche schon. Neuchâtel hat mir die Chance gegeben. Für das bin ich ihnen sehr dankbar. Ich hoffe, dass Xamax oben bleibt.

Sie haben jetzt viermal von Anfang an gespielt und viermal getroffen.
Dann hoffe ich, dass ich nächstes Mal einen Doppelpack oder einen Hattrick mache und so meine Bilanz ausbaue.

Ihre Bilanz ist gut. Sind Sie zufrieden mit Ihrem Start?
Sehr. Es freut mich, dass mein Spiel ohne Anpassungszeit gleich funktioniert hat. Es musste auch klappen. Van Wolfswinkel ist verletzt und Ajeti ist weg. Da bin ich halt im Vordergrund und schaue, dass ich das so gut wie möglich mache.

Basel sucht noch einen Stürmer. Ansporn oder Angst?
Angst gar nicht. Wir brauchen noch einen. Die Europa League steht an, das ist Doppelbelastung. Ich kann nicht alle Spiele machen. Ich bin froh, wenn noch ein Stürmer kommt. Dann verbessere ich mich auch selber. Ich hoffe einfach nicht, dass sie einen ähnlichen Spielertypen wie mich verpflichten.

Die Mannschaft ist in van Wolfswinkel Trikots eingelaufen. Waren Sie auch in Gedanken bei Ihm?
Wir denken jeden Tag an ihn. Wir lassen ihn nicht alleine und sehen ihn hoffentlich bald wieder auf dem Platz.