Sie haben im zweiten Heimspiel Ihren zweiten Treffer gemacht.

Kemal Ademi: Ja, aber auch das 1:1 verschuldet. Darüber war ich nicht so froh. Aber zum Glück haben wir gewonnen und drei Punkte geholt.

Was ist beim Gegentor falsch gelaufen?

Die Kommunikation war schlecht. Ich wusste nicht, ob ich allein war und ob ich mich nach vorne drehen konnte und habe den Ball verloren. Ich wollte meinen Fehler unbedingt wieder gut machen. Ich habe gewusst, dass noch eine Chance kommt und dass ich die machen werde. Und so ist es auch gekommen. Das 2:1 hat mir einen Schub gegeben.

In Halbzeit 2 wurde ein FCB-Tor wegen Ihnen vom VAR annulliert. Wie haben Sie die Situation erlebt?

Ich habe den Ball gar nicht berührt und dem Torhüter meiner Meinung nach nicht die Sicht genommen. Aber dafür ist der VAR da.

Es hiess, Sie fallen wegen einer Schulterverletzung länger aus. Haben Sie einen Wunderheiler?

Eine Wunderheilung war es nicht. Ich war nur nochmals bei einem anderen Arzt. (lacht). Das war eine positive Fehldiagnose. Jetzt spiele ich mit einer Polsterung als Schutz, aber ich spüre gar nichts mehr.

Warum hatten Sie am Schluss Krämpfe?

Es war sehr intensiv, weil der Trainer will, dass ich auch defensiv arbeite.

Warum hat Servette Ihnen das Leben so schwer gemacht?

Gegen uns ist jeder motiviert. Das weiss ich noch von meiner Zeit in Neuchâtel. Wenn wir im Joggeli aufgelaufen sind, waren wir immer spritzig und aktiv. In Basel will man zeigen, was man drauf hat. Jetzt spiele ich hier und spüre das am eigenen Leib.

Albian Ajeti ist weg, Ricky van Wolfswinkel fällt mit Gehirnerschütterung aus. Was bedeutet das für Sie?

Jetzt muss ich halt hinhalten. (lacht). Wenn es mich braucht, bin ich da. Ich habe heute gezeigt, dass die Mannschaft mich brauchen kann.

Auch am Dienstag in Österreich gegen Linz?

Gegen Linz brauchen wir alle, jeden einzelnen. Wir brauchen ganz Basel hinter uns. Es wird dort ein Kampf und wir brauchen nochmals mehr, als wir gegen Servette geleistet haben. Viel, viel mehr.