«Ich bringe einfach den Ball rein und die Stürmer müssen dann die Arbeit machen. Das gelingt ihnen zuletzt ganz gut. An meinen Ecken ist nichts neu.»

Seit der vergangenen Spielzeit analysiert die bz jeden FCB-Corner. Es ist auffallend, dass sowohl Kevin Bua als auch Luca Zuffi, der meist die Corner von der linken Seite schiesst, in dieser Saison vermehrt für Gefahr sorgen (siehe Tabelle unten). Von den FCB-Standardspezialisten konnte nur der momentan verletzte Samuele Campo seinen persönlichen Prozentsatz an «gefährlichen Ecken» nicht steigern. Das spiegelt sich auch in Toren wider. Während dem FCB 17/18 nur vier Tore nach Ecken gelangen, sind es in dieser Spielzeit schon sieben.

Neben den vielen Eckball-Toren hat der FCB in Person von Fabian Frei im Cup gegen Echallens und Bua gegen Luzern und Lugano auch bereits drei direkte Freistösse im Netz versenkt. Zu seinem Schuss unter der Mauer hindurch zur 1:0-Führung am vergangenen Sonntag gegen die Luganesi sagt Bua: «Wir üben im Training verschiedene Freistossvarianten. Ich habe es einfach frech probiert und hatte Glück, dass der Ball auch rein ist.»

Seit Marcel Koller Trainer ist, hat der FC Basel insgesamt schon zehn Tore nach Standards geschossen. Doch so gut die FCB-Offensive mit Freistössen und Eckbällen umgeht, so anfällig ist Basel bei gegnerischen Standards. 11 von 34 Gegentoren fielen nach einem ruhenden Ball. Das ist nur ein Standard-Gegentor weniger als in der kompletten vergangenen Spielzeit unter Raphael Wicky.