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Klare Niederlage und viele Nebenschauplätze: TV Birsfelden unterliegt Stäfa chancenlos

Boie Thomsen war einer der wenigen überzeugenden Birsfelder.

Boie Thomsen war einer der wenigen überzeugenden Birsfelder.

Der TV Birsfelden verliert klar und verdient mit 20:34 in Stäfa. Die sportliche Leistung der Birsfelder war schlicht ungenügend. Doch auch die Entscheide der Schiedsrichter und das Verhalten des Gegners werfen Fragen auf.

Zum Sportlichen zuerst: Die Birsfelder sind solide in die Partie gegen den zweitplatzierten aus Stäfa gestartet. Nach 15 Minuten stand es 8:8. Speziell Birsfeldens Neuzugang Adamcic vermochte zu überzeugen. Über die gesamte Spieldauer war er jedoch der einzige Birsfelder der zu überzeugen vermochte, vielleicht noch mit Abzügen der Däne Thomsen.

Dieser musste sich jedoch über 60 Minuten mit einer offensiven Deckung auf ihm herumschlagen. Nach 15 Minute kam jedoch ein Bruch ins Birsfelder Spiel und mit vielen Unkonzentriertheiten (alleine 19 technische Fehler sind auf dem Matchblatt aufgelistet) lieferte man dem Gegner den Sieg auf dem Silbertablett. Stäfa nutzte die Steilvorlagen und konnte sich bis zur Halbzeit auf 18:10 absetzen.

Die sportliche Geschichte der zweiten Halbzeit ist rasch erzählt. Birsfelden konnte sich nie mehr ins Spiel zurückkämpfen und verlor zum Schluss klar und auch verdient mit 34:20.

 Wenig nachvollziehbare Entscheide der Schiedsrichter

Zu den weiteren Verlieren in dieser Partie: Was die Unparteiischen in der zweiten Halbzeit gepfiffen haben, ist schlicht ungenügend. Nur ein paar Beispiele: Klares Foul an Birsfeldens Kreisläufer Jutzeler, welcher am Schuss gestört wurde. Anstatt 7-Meter für Birsfelden, geben die Schiedsrichter 2-Minuten für Jutzeler, welcher sich mit einem «Heee» beschwert hatte.

Foul gegen das Gesicht von Spielmacher Mikula, anstatt über Rot zu diskutieren, stellen die Schiedsrichter auch noch Mikula mit einer 2-Minutenstrafe raus, weil er sich verbal revanchierte. 30 Sekunden später, 2-Minutenstrafe gegen Birsfeldens Torwart Tränkner, weil er seinen eigenen Mitspieler für das Abwehrverhalten kritisierte.

Coach Reichmuth versucht das Missverständnis zu lösen und kassiert dafür Gelb. Zusätzlich wurden umgekehrt grundsätzlich keine Schrittfehler gepfiffen und 7-Meter gegeben für Foulspiels, welche gefühlt an der gestrichelten Linie begonnen haben.

Weitere Verlierer dieser Partie aus Birsfelder Optik sind auch Offizielle aus Stäfa. Was bei einem solch klaren Spielstand in den letzten zehn Minuten von Offiziellen für unqualifizierte Äusserungen in Richtung Spielfeld geschrien wurde, ist eines möglichen Aufsteigers unwürdig.

Um es anders zu formulieren, für den direkten Wiederaufstieg qualifiziert man sich so nicht. Und dann noch ein unglücklicher Verlierer, Birsfeldens Nachwuchshoffnung Buob verletzt sich in der Schlussphase bei einer Abwehrverletzung noch am Knie. 

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