Spiele nach Einsätzen im Europacup sind nicht nur für die Profis des FC Basel nicht ganz einfach. Auch die U21-Mannschaft konnte erst am Tag vor dem Auswärtsmatch gegen YF Juventus wieder gemeinsam trainieren, weil mehrere Spieler mit der U19 in der Uefa Youth League bei Paris Saint-Germain im Einsatz gewesen waren.

Deswegen freute sich Raphael Wicky, dass sich seine Equipe beim Auftritt im Zürcher Juchhof die verkürzte Vorbereitung nicht anmerken liess. «Ich bin zufrieden mit der Mentalität der Mannschaft. Sie hat auf einem nicht einfachen Platz eine gute Einstellung gezeigt», meinte der Basler Trainer.

Zwar haben die diesmal in Weiss angetretenen Rotblauen in dieser Saison schon besser gespielt, doch auch gegen YF Juventus reichte es dem Tabellendritten zu drei Punkten. Denn während die Zürcher in der zweiten Halbzeit aus ihrem Chancenplus nichts machten, durften die Gäste in der 81. Minute jubeln. Neftali Manzambi war nach Vorarbeit von Martin Liechti und Gezim Pepsi schneller am Ball als sämtliche Gegenspieler und traf aus sechs Metern.

«In der Fussballersprache nennen wir das einen 'dreckigen Sieg'», erklärte Raphael Wicky auf der Suche nach einem Begriff, der die vorangegangenen 90 Minuten treffend zusammenfasste. «Unter dem Strich ist unser Erfolg sicherlich etwas glücklich, der Gegner hätte ein Unentschieden verdient gehabt», gab der Gästetrainer offen zu. Doch ein schlechtes Gewissen hatte im FCB-Lager natürlich niemand. «So ist Fussball. Dieses Resultat nehmen wir gerne mit!»