Gestern Abend präsentierte sich in der kleinen St. Jakobshalle das Mass der Dinge des regionalen Sports. Mit 143 ausgezeichneten Elitesportlerinnen und Elitesportlern wurden so viele Athleten wie noch nie gekürt. Egal ob Rollstuhl-Badminton oder Ultimate Frisbee, die beiden Basler Kantone mausern sich je länger je mehr zur Sporthochburg der Schweiz.

Entscheidungen lagen auf der Hand

In den Hauptkategorien «Sportler des Jahres», «Sportlerin des Jahres» und «Mannschaft des Jahres» lagen zwei der drei Entscheidungen beinah auf der Hand. So wurde zum 11 Mal Roger Federer für seine, vor allem am Ende des Jahres überragenden Leistungen, ausgezeichnet. Da der Tennismaestro nicht persönlich anwesend sein konnte, nahm Mutter Lynette den Preis für ihren Sohnemann entgegen. «Ich denke, dass Roger mit seinen Gedanken bei uns ist. Die Auszeichnung bedeutet ihm sehr viel, da er hier in der Region geboren ist und hier sein Tennis erlernt hat», so Mama Federer.

Der FCB, wer sonst?

Ebenfalls vorhersehbar war die Ehrung für den FC Basel, der nach dem Manchester-Wunder verdientermassen zur Mannschaft des Jahres gewählt wurde. Da der gesamte Staff vom FCB derzeit im Trainingslager in Marbella weilt, holte Bebbi-Finanzchef Mathieu Jaus stellvertretend die Trophäe ab. «Unsere Erfolge haben wir vor allem unseren Fans zu verdanken, die uns bedingungslos unterstützen», so Jaus. In der Tat, denn in dieser Saison konnten 1000 Dauerkarten mehr als in der Vorsaison verkauft werden.

Spannend blieb deshalb vor allem die Wahl der Sportlerin des Jahres. Strahlende Siegerin war am Ende die Rudererin Nora Fiechter. Überraschend, vor allem für die Prämierte selbst. «Es ist schon komisch diesen Preis zu gewinnen, da dieses Jahr international nicht wirklich rund lief», freute sich die aktuelle Schweizer Meisterin im Kanu-Einer.

2012 will die Baslerin nun auch international überzeugen. «Priorität hat natürlich die Olympia-Qualifikation. Da sind noch ein paar Restplätze übrig», sagt die 30-Jährige Studentin. Motivation ist die Wahl zur besten Sportlerin sicher genug. Wer kann sonst von sich behaupten, mit Roger Federer und dem FC Basel auf einer Stufe zu stehen?