In der Vorbereitung sind Resultate eigentlich Nebensache. Viel wichtiger ist, dass die Neuzugänge ins Team eingebunden werden, wiederum andere Spieler getestet werden können, die Mannschaft Automatismen entwickelt und dass der Trainer das optimale taktische Konzept für seine Equipe finden kann. Wenn gute Ergebnisse ausbleiben, ist es daher halb so schlimm.

Die U21 des FC Basel hat am diesjährigen Tiim-Sport-Cup jedoch gezeigt, dass das Eine - also Ausprobieren und Testen - das Andere - nämlich erfolgreich sein - nicht ausschliesst. Das FCB-Farmteam hat in den fünf Partien des Turniers unzählige Akteure eingesetzt und trotzdem jede einzelne Begegnung klar dominiert. Vor allem in puncto «Status» unterscheiden sich die zum Einsatz gekommenen Fussballer extrem: Spieler der 1. Mannschaft des FCB (Darko Jevtic, Simon Grether), Akteure, deren Situation für die kommende Saison noch unklar ist (wie Pascal Schürpf oder Marco Aratore), Testspieler und natürlich blutjunge, frisch aus der U18 dazugestossene - und natürlich extrem talentierte - Kicker wie Musa Araz oder Michael Weber.

Wer von diesem bunten Mix schliesslich zum Kader gehören wird, welches die kommende Saison in der 1. Liga Promotion Saison bestreitet, ist noch unklar. Was jedoch klar ist: Erfahrene Spieler wie Schürpf oder Aratore, die auch schon Super- und Challenge-League-Luft schnuppern konnten, sind sicherlich eine Bereicherung für die Mannschaft und können in einem sehr jungen Team nur hilfreich sein. «Die beiden sind die ideale Ergänzung zu den unerfahreneren Spielern», meint auch U21-Trainer Carlos Bernegger.

Die Erfahrenen entscheiden Final

Im gestrigen Final gegen den SC Dornach waren dann auch Schürpf und Aratore die Wegbereiter zum klaren 5:0-Erfolg. Aratore traf zum frühen 1:0, Schürpf bereitete diesen Treffer und auch das 2:0 (Torschütze Admir Seferagic) vor und netzte dann noch selber zum vorentscheidenden 3:0 ein. Dornach hatte alles in allem nicht den Hauch einer Chance. Obwohl im Endspiel vorgeführt, ist der zweite Turnierrang für die Solothurner ein ansehnliches Ergebnis. Die Equipe von Trainer Mario Cantaluppi hatte einige Abgänge zu verschmerzen und geht mit einem relativ veränderten Gesicht in die neue Saison. Trotzdem harmonierte das veränderte Gefüge während des Turniers schon ziemlich gut.

Im Match um den dritten und vierten Platz duellierten sich Gastgeber FC Black Stars und der FC Concordia. Der Turnierveranstalter entschied den kleinen Final mit 3:1 zu seinen Gunsten.