Fussball
Kritik am FVNWS wegen Los-Ankündigung: «Wir sind sauer und enttäuscht»

Weil der Fussballverband Nordwestschweiz für die kommende Saison allfällige Nachrücker nicht sportlich ernennen sondern auslosen will, hagelt es jetzt Kritik von den Vereinen. Diese wollen eine sportliche Lösung und fordern den Verband zum Umdenken auf.

Jakob Weber
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FVNWS

Die laufende Amateursaison ist abgebrochen. Die Pläne für die neue Saison hat der Nordwestschweizer Fussballverband (FVNWS) diese Woche verkündet. Am Wochenende des 22. und 23. August soll der Wettkampfbetrieb gestartet werden. Es gibt grundsätzliche keine Auf- und Absteiger. Bis auf ein paar wenige Ausnahmen. Zurückgezogene Teams aus der 3. Liga und 4. Liga sollen per Losentscheid durch Nachrücker aus der unteren Liga ersetzt werden. Dieses Vorgehen stösst jetzt auf Kritik.

Thomas Steinemann Co-Präsident von Concordia Basel, schreibt im Namen des Vereins auf Facebook: «Losentscheide sollten das letzte Mittel sein, um Entscheidungen zu ermitteln. Der FVNWS hat damit eine Situation geschaffen, die für böses Blut sorgt und grosse Spekulationen aufkommen lässt. Es wäre deshalb im Interesse aller Beteiligten das Beste, wenn der FVNWS den Entscheid nochmals überdenkt.»

Steinemann bevorzugt eine sportliche Lösung, bei der die aktuelle Tabelle über allfällige Nachrücker entscheiden soll. In diesem Fall würde dann der FC Laufen den Platz des zurückgezogenen CD Espanol Basel in der 3. Liga übernehmen. Die Laufener hatten alle elf Spiele gewonnen und sind damit das sportlich beste Team der 4. Liga. Doch statt nachzurücken, müssen sie jetzt auf Losglück hoffen und haben die gleiche Aufstiegschance wie Teams, die bereits drei Niederlagen auf dem Konto haben. Laufen-Sportchef John Walthert ist sauer: «Ich bin sehr enttäuscht. Es ist nicht nachvollziehbar, warum hier eine unsportliche Lösung angewendet wird, obwohl es auch eine sportliche gegeben hätte.» Auch er hofft, das der NWSFV noch umdenkt.