Es ist die grosse Wende im Wechsel-Theater um Seyfettin Kalayci. Der 23-jährige Mittelfeldspieler könnte - wenn der Fussballverband grünes Licht gibt - bereits am Samstag in Tuggen für die Old Boys in der 1. Liga Promotion auflaufen.

Was ist geschehen? Am letzten Tag der Transferperiode wechselte Kalayci, der 17 Jahre bei den Black Stars (aktuell 1. Liga Classic) spielte, völlig überraschend zu den Old Boys.

Faé vermisste die Transparenz

Doch dann liessen die Black Stars verlauten, sie würden ihrem Ex-Captain keine Freigabe erteilen. Noch am Dienstag sagt Black-Sportchef Peter Faé: «Wären die Verhandlungen offen und transparent über die Bühne gegangen, hätte ich dem Spieler keine Steine in den Weg gelegt.»

Für ihn seien ausserdem Anstand und Fairness auf der Strecke geblieben: «Zwei Tage vor dem Wechsel sagte Kalayci, er bleibe sicher bei uns. Wie aus dem Nichts bekomme ich dann plötzlich eine SMS aus dem OB-Lager, dass der Spieler nun für die Old Boys auflaufen werde.»

OB-Sportchef: «Keine Ablöse»

Gestern nun vermeldeten beide Parteien eine Einigung: «Wir konnten alle beilegen und haben uns sowohl im Fall Kalayci als auch in weiteren Angelegenheiten geeinigt, bezüglich denen wir Stillschweigen vereinbart haben», erklärt OB-Sportchef Rafet Öztürk.

Eine Ablöse habe der Verein laut Öztürk nicht bezahlen müssen. Die beiden Verein würden in Zukunft enger zusammenarbeiten, vor allem im Juniorenbereich. Dort soll ebenfalls nicht mittels Entschädigungen, sondern vermehrt mittels Spielertauschen gearbeitet werden.

Wer am Treffen der beiden Vereine teilnahm, ist unklar. Sicher ist nur, dass die beiden Sportchefs Faé und Öztürk zugegen waren, und wohl auch OB-Mäzen Pauli Suter. «Wir wollten wie Erwachsene zusammensitzen und konnten in einem langen Gespräch alle Missverständnisse klären», erklärt Öztürk und betont, dass der Kalayci-Wechsel nur eine von mehreren Geschichten war. «Wie es nun weitergeht, bleibt abzuwarten, aber beide Seiten sind gewillt.»

Peter Faé drückte sich kürzer aus : «Da waren alte Sachen zwischen mir und Pauli Suter. Wir haben alles geklärt und alle sind zufrieden.»