Schweizer Cup

Langs Lauf: «Jeder hat seine Lieblingsgegner, und Luzern scheint meiner zu sein»

Michael Lang hat in den letzten vier Partien sechs Tore erzielt.

Michael Lang hat in den letzten vier Partien sechs Tore erzielt.

Michael Lang schiesst beim 2:1-Erfolg des FC Basel im Cup-Viertelfinal gegen den FC Luzern beide Tore. Damit hat er in den letzten vier Partien sechs Tore erzielen können.

Michael Langs Form als phantastisch zu bezeichnen, wäre eine der grössten Untertreibungen des Jahres. Denn egal, was er zurzeit auf dem Platz versucht, es gelingt. Sechs Tore hat er in den letzten vier aufeinanderfolgenden Spielen erzielt. Letzten Samstag traf er doppelt. Ebenso gestern Abend. Und das als Aussenverteidiger.

«Es ist schon ein bisschen unheimlich, ja», gibt auch er nach dem Spiel zu und lächelt. «Es läuft mir wirklich super.» Mit seinen beiden Treffern hat der 26-Jährige seine Mannschaft eine Runde weiter geschossen.

Dass er den Ball vor dem einzigen Gegentor im gestrigen Spiel unhaltbar abgelenkt hatte, verzeiht man ihm dabei. Aber nicht nur gestern hatten Langs Volltreffer entscheidenden Charakter.

Wegweisend und ausschlaggebend 

Abgesehen vom 4:1 am Samstag in Luzern waren sie alle wegweisend und ausschlaggebend. Sowohl das 1:0 beim Spiel gegen Benfica, der 1:1-Ausgleich gegen Sion, das Tor seines Leben zum 1:0 gegen Manchester United aber auch der 1:1-Treffer am Samstag und eben der gestrige Doppelpack.

Doppeltorschütze Michael Lang jubelte auch in der Meisterschaft gegen Luzern.

Doppeltorschütze Michael Lang jubelte auch in der Meisterschaft gegen Luzern.

Wieso der Gegner, wie bei beiden Aktion in diesem Cupviertelfinal, Lang so unglaublich viel Raum zugesteht, obwohl seine momentane Treffsicherheit kein Geheimnis ist, ist fragwürdig. Apropos Kontrahent:

«Jeder hat seine Lieblingsgegner, und der FC Luzern scheint meiner zu sein», sagt Lang, angesprochen auf seine beiden Doubletten gegen die Innerschweizer innert fünf Tagen. Vielleicht sei er tatsächlich ein Luzern-Schreck, «da ich schon bei meiner Zeit bei GC schon ein paar Mal gegen sie getroffen habe.»

Bestwert in Sichtweite

Dass Lang in dieser Hinrunde noch so stark aufspielen würde, daran durfte man bis vor kurzem grosse Zweifel hegen. Er lief monatelang seiner Form und seiner Konstanz hinterher. So viel Glück wie er aktuell in seinen Aktionen hat, so viel Pech haftete ihm zu Beginn der Saison an. «Anfang Saison hat es noch nicht so geklappt, jetzt aber läuft es ihm», sagt auch sein Trainer Raphael Wicky.

«Anfang Saison hat es noch nicht so geklappt, jetzt aber läuft es ihm»

FCB-Trainer Raphael Wicky.

«Anfang Saison hat es noch nicht so geklappt, jetzt aber läuft es ihm»

«Ich bin froh, dass er diese Phase jetzt hat und es freut mich für ihn.» An ihm liege es aber nicht, sagte er mit einem Augenzwinkern. Doch wie ist Langs Lauf denn zu erklären? «Wenn ich das wüsste, dann würde ich das selbe machen, wenn ich könnte», sagte Langs Abwehr-Kollege Manuel Akanji und fügte an: «Ich hoffe, dieser Lauf dauert noch lange an.»

Trifft dies ein, könnte Lang seine Bestmarke knacken: Mit wettbewerbsübergreifend sieben Toren ist er schon jetzt nahe an seinem Wert von letzter Saison. Damals erzielte er in 41 Einsätzen neun Tore. Bei aktuell erst 22 absolvierten Spielen und seiner beachtlichen Form, kann man sich sehrwohl vorstellen, dass Lang diese Marke in den noch verbleibenden vier Spielen bis zur Winterpause egalisieren könnte.

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