Volleyball NLB

Laufenburg-Kaisten schafft den Einzug in extremis

Die Freude nach der Qualifikation war gross.

Die Freude nach der Qualifikation war gross.

Am Samstag, im letzten Spiel der Playoff-Qualifikation, hatten Laufenburg-Kaisten und Malters noch die Chance, sich den übrigen Platz in den Playoffs anzueignen. Malters, die bei einer Niederlage der Fricktaler sie noch hätten überholen können, legte mit einem Forfait-Sieg gegen Volley Schönenwerd vor. Laufenburg-Kaisten doppelte aber nach und qualifizierte sich.

Die Stimmung in der Sporthalle Blauen in Laufenburg war angespannt. Die Gründe dafür sind einfach: Laufenburg-Kaisten musste einen Sieg einfahren, um sich noch für die Playoffs zu qualifizieren. Malters, welche ihnen noch den Platz hätte streitig machen können, legte mit einem Forfait-Sieg vor.

Ihr Gegner Volley Schönenwerd hatte Probleme mit seiner Sporthalle; zwei Teams sollten zur gleichen Zeit in derselben Halle spielen, so wurde das NLB-Spiel gestrichen und Malters siegte und bekam drei Punkte geschenkt.

Nichtsdestotrotz, die Fricktaler mussten mit Leistung überzeugen. Zu Beginn verlief das Spiel auch so, wie erhofft wurde. Brander blockt zum 3:3, anschliessend folgten zwei Servicewinner von Grgic, ein Doppelblock von Schmid und Ebner sowie ein Blockout-Schlag von Brander. Winterthur konnte erst gegen Satzende aufblühen, holte sich dann aber den ersten Durchgang mit 27:25. Und nur 21 Minuten später auch den zweiten (22:25).

Die Fricktaler scheiterten vor allem am gegnerischen Block. Ob die Nervosität zu gross war? «Wir wussten, dass es um alles geht, das hat man vor allem in wichtigen Situationen gemerkt, da hatte die letzte Überzeugung gefehlt», sagt Spielertrainer Jachowicz, der schon in den letzten Spielen sein Comeback geben musste, nachdem Zuspieler Pfund zu einem amerikanischen College-Team wechselte und in dieser wichtigen Spielphase keine optimale Lösung gefunden werden konnte.

Coach Fehlmann meint: «Winterthur konnte in diesem Spiel befreit aufspielen, für sie ging es um nichts mehr in diesem Spiel. Dadurch haben sie viel Risiko genommen, was zu ihren Gunsten aufging.»

0:2 lagen die Fricktaler nach Sätzen zurück - die Stimmung in der Halle wandelte sich in eine «Alles oder Nichts»-Atmosphäre um. Matchwinner war Captain Grgic. Ab Satz drei spielte er praktisch fehlerlos und holte mit einigen Serviceserien immer wieder wichtige Punkte für sein Team heraus. Nebst einem Ass zum 19:9 konnte Winterthur nicht optimal ihr Sideout aufbauen und die Fricktaler schlossen mit etlichen Blockpunkten ab.

Mit 25:19 endete der Satz, und die Fricktaler schlossen wieder auf in den Sätzen. Im vierten Durchgang rannten sie hingegen wieder lange einem Rückstand nach, Libero Bürge rettete mit einigen starken Abwehraktionen den Satz und wendete so einen Rückstand in den Satzsieg (25:21) um.

Winterthur konnte im fünften Durchgang nicht mehr mithalten, bei 8:3 wurden die Seiten gewechselt. Doch gescheitert sind die Fricktaler beinahe an sich selbst. «Das ganze Spiel war ein auf und ab. Wir holen im vierten Durchgang ein 15:20 auf und geben im fünften ein 14:11 ab», so Jachowicz. «Aber das zählt jetzt alles nicht, wir haben es geschafft, so haben wir in den letzten drei Sätzen eigentlich die Saison gerettet.» Beim Spielstand von 20:18 war dann endlich die Partie zu Ende.

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