Laura Künzler, Sie schwimmen derzeit auf einer riesigen Erfolgswelle. Haben Sie das schon alles realisiert?

Laura Künzler: Die Anforderungen an mich selber sind sehr hoch. Ich will etwas erreichen, habe grosse Ziele. Natürlich hat mich der Titel als beste Nachwuchsspielerin sehr berührt und auch ein wenig stolz gemacht. Auch der Titel der Vereins-Topskorerin war nicht unbedingt selbstverständlich. Doch darauf kann man aufbauen, das gibt Selbstvertrauen.

Schon Ihr Wechsel zum Baselbieter Verein brauchte viel Mut. Die Mannschaft wäre im vergangenen Jahr nach einer völlig verkorksten Saison beinahe abgestiegen.

Ich wusste ja, dass Nationaltrainer Timo Lippuner auch Head-Coach bei Sm’Aesch ist. Die Saisonziele waren klar definiert. Ausserdem wurden junge, talentierte und erfolgshungrige Ausländerinnen verpflichtet, die zusammen mit den Schweizer Nachwuchsspielerinnen, wie ich, langfristig zu einem schlagfertigen Team geformt werden sollten.

Wie erklären Sie sich die guten Leistungen von Ihnen selbst und dem Team?

Wir durchliefen eine extrem harte und intensive Saison-Vorbereitung, die mich oft an meine körperlichen und mentalen Grenzen brachte. Doch der Erfolg entschädigte für die Plackerei und stärkte auch den Zusammenhalt im Team.

Was ist alles anders bei Sm’Aesch Pfeffingen, als bei Volley Neuendorf und Kanti Baden, wo Sie in Ihrer Karriere zuvor gespielt hatten?

Da wir in der höchsten Liga spielen, ist alles professioneller. Ausserdem war ich früher immer Teamleaderin. Heute liegt die Verantwortung nicht nur auf meinen Schultern, denn es gibt viele Spielerinnen, die auf gleich hohem Niveau agieren.

Es ist anzunehmen, dass sich Volero-Präsident Stav Jacobi bereits bei Ihnen gemeldet hat?

Sicher hat der Schweizer Topverein sein Interesse an mir bekundet. Doch ich weiss auch, dass ich mich laufend weiterentwickeln und verbessern muss. Dafür bin ich fürs Erste bei Sm’Aesch am richtigen Ort.

Wie sehen Ihre weiteren persönlichen Ziele aus?

Ich habe bei Sm’Aesch einen Zweijahresvertrag und will mich mit meinen Teamkolleginnen der nationalen Spitze noch mehr nähern. Ausserdem will ich meine Matura abschliessen.