Handball
Leimental startet mit Niederlage in die Barrage

Die Frauen der HSG Leimental verlieren ihr erstes Aufstiegsspiel in die SPL 2 gegen den HSC Kreuzlingen nach hart umkämpftem Spiel mit 24:26 (13:12).

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Angela Krieger (am Ball) traf gegen Kreuzlingen sieben Mal ins gegnerische Tor.

Angela Krieger (am Ball) traf gegen Kreuzlingen sieben Mal ins gegnerische Tor.

Juri Junkov

Schon vom Anpfiff her wirkten die Leimentalerinnen sehr nervös. Sehr motiviert wollten sie dieses Spiel gewinnen. Erst nach wenigen Minuten, beim Stand von 0:3, konnten die Leimentalerinnen ihr Score eröffnen. In guter Spiellaune stand es einige Minuten später gar 5:3.

Wie Löwinnen in der Abwehr

Jetzt hatten alle Spielerinnen - und wohl auch die zahlreichen Zuschauer - wieder Hoffnung, ihr gewohntes Spiel zu lancieren. Zweimal resultierte ein Drei-Tore- Vorsprung zugunsten der HSG, doch konnte man mangels Chancenauswertung keine Schippe mehr zulegen. «Wenn» und «hätte» nützte da wenig. In der Verteidigung standen die HSG-Frauen sehr gut und kämpften wie Löwinnen.

Aber eben... die Chancen wurden zuhauf vergeben: hier mal ein 7-Meter-Wurf, da ein Wurf aus bester Position. Man scheiterte nicht nur an der Torfrau, sondern man setzte die Würfe ans Holz oder gar daneben. Der Gegner hatte wenige Torchancen, doch nutzte er diese. Der Pausenstand lautete 13:12 für die HSG.

In der zweiten Halbzeit noch das verrücktere Bild: Nach sieben Minuten gelang der HSG das erste Tor. Zum Glück war der Gegner nicht viel besser und man musste «nur» einem Ein-Tore-Rückstand nachrennen. Und wieder sah man ein schon fast gewohntes Bild: Schlechte Chancenauswertung! Dadurch konnte der Gegner erstmals seit Beginn der Partie auf zwei Tore davon ziehen.

Zu viele vergebene Chancen

Die HSG kämpfte vorbildlich und beim Stande von 21:21 schöpfte man neue Zuversicht. Doch «dumme» Zweiminuten-Strafen verhinderte ein Davonziehen. Jetzt erwarteten alle nochmals einen Ruck durchs Team - doch der blieb leider aus. Zu viele aussichtsreiche Chancen wurden vergeben und am Schluss musste man die doch schmerzliche Niederlage von 24:26 in Kauf nehmen.

Eines zeigte dieses Spiel: Die Leimentalerinnen können kämpfen, um jeden Ball. Wenn am nächsten Samstag das Rückspiel stattfindet (17 Uhr Spielbeginn in Kreuzlingen, Egelsee-Halle), weiss jede, dass man nun alles in die Waagschale werfen muss um zu gewinnen. Nach dem Motto «nichts ist unmöglich» werden die Frauen der HSG Leimental Vollgas geben und den Aufstieg in die SPL2 versuchen möglich zu machen.

Dazu braucht es eine ebenso sehr gute Defensivleistung und eine viel bessere Chancenauswertung. Man ist gespannt, ob es die HSG schafft nach dem letztjährigen Abstieg aus der SPL2 gleich wieder aufzusteigen.

HSG Leimental – HSC Kreuzlingen 24:26 (13:13)
Oberwil, Thomasgarten – Zuschauer 200 – SR: Eng/Frey – Strafen: 4-mal Zweiminuten für die HSG, 6-mal Zweiminuten für Kreuzlingen.
Bemerkungen: Rote Karte für Bütikofer (dreimal Zweiminuten), rote Karte für Fix (dreimal Zweiminuten). HSG ohne Oberholzer, Schönbörner (überzählig), Rickenbacher und Andrey (verletzt).
HSG Leimental: Hiestand/Steiner; Czerwenka (2), Herrera (5), Reinders, Scherb (1/1), Krieger (7), Fricker, Lüthi (1), Reitnauer, Bütikofer (5), Lorenz (3/1), Jung, Jutzi.
HSC Kreuzlingen: Stein/Demmler; Ganz (2), Bornhauser, Klein (2), Bailon y Castilla (9/6), Fix (5), Ettwein (1), Marku (4), Maier (3).

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