Im Rückblick war das Führungstor der Gäste symptomatisch, wegweisend und vorentscheidend. Bereits nach 91 Sekunden erlief sich Nina Kälin, die zur besten Spielerin ihrer Equipe gewählt wurde, einen weiten Pass und bezwang Leimental-Hüterin Charlotte de Keyzer. Diesem Treffer rannten die Baselbieterinnen im ersten Drittel nach. Denn es war nicht der Tabellenzweite, der die Partie bestimmte, sondern der Gastgeber, der mehr Ballbesitz hatte und vor dem Gästetor Gefahr heraufbeschwor. Zählbares resultierte aber nicht.

Ehrentreffer durch Captain Mistri

Erst in den zweiten 20 Minuten glich sich das Geschehen aus. Der Gast verteidigte aggressiver, stand höher und bewies, warum er vier Plätze vor Leimental ist und 13 Zähler mehr in der Tabelle hat. Die logische Folge dieser Kadenzerhöhung war die 3:0-Führung nach 40 Minuten. Der Heimequipe ist zugutezuhalten, dass sie nie aufgab und wiewohl Unihockey Leimental nur elf Spielerinnen einsetzen konnte, gelang den Baselbieterinnen sechs Minuten vor der Endsirene der verdiente Ehrentreffer durch Teamcaptain Luana Mistri. Zu mehr reichte es nicht mehr.

«Rümlang hatte in den Zweikämpfen Vorteile und war im Abschluss cleverer», so das Fazit von Trainerin Iveta Rodze und Co-Trainer Boris Zeller. Ihren Spielerinnen kann das Duo keinen Vorwurf machen, denn mit Noemi Mosimann fehlte die gefährlichste Torschützin wegen einer Lungenentzündung.

«Wir sind mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden. Mit dem Abstieg sollten wir nichts zu tun haben. In der letzten Saison wurden wir Vierte, was eigentlich über den Erwartungen war. Heuer ist Platz 5 möglich, Rang 6 derzeit korrekt», so Klubpräsident Daniel Würmlin und Geschäftsführer Rainer Altermatt.

Der Blick in Richtung Stadt

Leimental ist mit zehn Grossfeld-Teams einer der grössten Unihockey-Vereine der Schweiz. Der B-Ligist setzt sich aus den drei Vereinen Squirrels Ettingen, Wildcats Hofstetten und dem TV Oberwil zusammen und zählt 350 Aktivmitglieder. «Gerade bei den Mädchen und Frauen herrscht in der Nordwestschweiz Mangel an Aktive, die sich zum Leistungssport bekennen», so Altermatt. Und weil, gerade bei den NLB-Frauen, die Spielerinnen aus der ganzen Region Nordwestschweiz kommen, wollen die Klubverantwortlichen in den nächsten Jahren mehr in Richtung Stadt Basel ziehen.