Basketball

Let the show begin

Der Starwings-Mann, Darell Vison, will auch in der kommenden Saison die Luftkämpfe unter dem Korb gewinnen.

Der Starwings-Mann, Darell Vison, will auch in der kommenden Saison die Luftkämpfe unter dem Korb gewinnen.

Am kommenden Samstag beginnt die Basketball-Meisterschaft der Saison 2016/17. Zum Auftakt gastieren die Starwings beim Liganeuling BC Lausanne. Die Birstaler erhoffen sich, zumindest den achten Rang zu belegen und sich damit die Playoff-Qualifikation zu sichern.

Man mag sich mit Nostalgie und Wehmut an die ersten Jahre im Oberhaus erinnern, als der damalige Exot (unter neun Romands und zwei Tessiner Klubs) für Furore sorgte, so dass vierstellige Zuschauerzahlen in der Sporthalle Birsfelden keine Seltenheit waren.

Man erinnert sich an den historischen Cupsieg vom 10. April 2010, der jedoch einen fi­nanziellen Scherbenhaufen hinterlassen hat, so dass das Birstaler Kombinat in den folgen­den sechs Spielzeiten jeweils mit einem «Mini»-Budget operieren musste – und doch je­des Mal die Playoffs erreichte. Was keine Selbstverständlichkeit war respektive ist.

Am Samstag gehen die Blau-Gelben aus Birsfelden in ihre 12. Spielzeit in der Nationallig A. Für einen Deutschschweizer Klub bedeutet dies absoluter Rekord – eine Marke, die an­dere Verein kaum erreichen dürften, denn «Basket made Switzerland» ist weiterhin eine Domäne der Welschen und Tessiner. Auch wenn die beiden letztjährigen Aufsteiger Luzern (das nur mit zwei ausländischen Profispielern in die Saison startet, jedoch über eine inter­essante Gruppe an Schweizer Akteuren verfügt) und Winterthur (heuer um einiges stärker) die Nationalliga A bereichern und ihre zweite Spielzeit in Angriff nehmen.

Quantitativ zugelegt

Die Starwings haben ihr letztjähriges Profi-Trio ausgewechselt, denn Spielmacher Ross genügte nicht den Anforderungen, während sich Topskorer Burnatowski und Center Upson in stärkere Ligen, mit nahezu Verdopplung des Gehaltes, verbessern konnten.

Gekommen ist ein Spielmacher (Chris Jones), der viel verspricht. Nicht neu im Unterbasel­biet ist Center Darell Vinson, der vor zwei Jahren bereits bei den «Wings» unter Vertrag stand. Der «Hardcore»-Arbeiter unter den Brettern ist der Teamplayer schlechthin und ga­rantiert für harte Arbeit, viele Rebounds und spektakuläre Dunkings. Bei Octavius Brown sind Zweifel erlaubt; der «Schlaks» aus dem Staate Mississippi konnte (noch?) nicht restlos überzeugen und sucht auf dem Spielfeld noch seine Funktion und Rolle. Mit Björn Schoo spielt der längste Nationalliga-A-Akteur in Birsfelden; der Deutsche ist zwar physisch längst noch nicht in Topform, aber seine Routine und 213 Zentimeter sind Argumente, die den Starwings – gerade bei der Rotation auf der Ausländerposition (Formel heisst ja 3 + 1) – helfen werden.

Ein Quintett vorne

Dieses Quartett, wovon immer nur drei gleichzeitig spielen dürfen, wird durch Teamcaptain Joël Fuchs und Zuzug Alexis Herrmann ergänzt. Und Cheftrainer Roland Pavloski und den Klubtechnikern ist es gelungen, das Kader wesentlich zu verbreitern. Mit Akteuren, die aus der Nationalliga B (Devcic, Hauri, Thelemarque) kommen oder aus der eigenen Ta­lentschmiede (Carrara, Pavlovic). Die Tabelle ist meist auch eine Finanz-Rangliste – das Quintett Fribourg (Meister und Cupsieger), Genf, Lugano, Monthey und Neuchâtel dürfte dem Rest der Liga überlegen sein. Aber Boncourt (neu mit dem Birsfelder Eigengewächs Kostic), Massagno und Aufsteiger Lausanne (das ein höheres Budget als die Starwings hat) müssten, im optimalen Falle, in Reichweite der «Wings» sein. Und das Duo Luzern/Winterthur operiert in etwa mit den gleichen monetären Möglichkeiten wie die Ba­selbieter. Dieses Quintett dürfte die Plätze 6 bis 11 unter sich ausmachen.

Sportlichen Druck gibt es aber nicht, denn wie in den letzten Jahren wird es keinen Abstei­ger geben. Vielmehr hofft der nationale Verband, dass aus der Nationalliga B zumindest einer der drei historischen Vereine BBC Nyon, Pully Basket und Vevey den Sprung in die Landeselite wagt.

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