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Liestal-Captain Patrik Hersperger: «Es war eine enttäuschende Saison»

Patrik Hersperger über die abgelaufene 2.-Liga-inter-Saison, die Rückkehr zum Jugendverein und den sich erfüllenden Traum, mit seinem Bruder Thomas zusammenzuspielen.

Céline Feller
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Patrik Hersperger (l.) verlässt Liestal und wechselt zusammen mit seinem Bruder (r. Nr 6) zu seinem Jugendverein Bubendorf.

Patrik Hersperger (l.) verlässt Liestal und wechselt zusammen mit seinem Bruder (r. Nr 6) zu seinem Jugendverein Bubendorf.

Kenneth Nars

Patrik Hersperger: Nein, es war eine enttäuschende Saison. Anfangs hätte ich gesagt, dass wir es unter die ersten Fünf schaffen. Die Vorrunde war durchaus okay, aber in der Rückrunde haben wir nur 10 Punkte geholt.

Das ist leider so. Auf unglaubliche Siege folgten katastrophale Niederlagen (längste Serie lediglich zwei Siege am Stück, Anm. d. Red.).

Es ist schwer zu sagen, an was es explizit lag. Wir haben in der Mannschaft eine super Stimmung und einen sehr starken Zusammenhalt. Ob es an den Trainerwechseln liegt? Ich glaube nicht, dass das der ausschlaggebende Grund ist. Es waren mehrere Komponenten, viele kleine Dinge, die wohl nicht passten.

Dass Congeli und Xamax eine Klasse für sich sind, konnte man so erwarten. Von meinem ehemaligen Verein bin ich sehr enttäuscht. Therwil hätte bestimmt genügend Qualität gehabt, um besser zu sein. Wacker Grenchen aber war von Beginn weg als schwache Equipe einzustufen.

Bubendorf ist mein Jugendverein. Bevor ich damals in die Jugendabteilung des FC Basel wechselte und dort mein Glück versuchte, spielte ich sechs Jahre für die Gelb-Blauen.

Der Hauptgrund ist meine Familie. Ich bin vor kurzem zum zweiten Mal Vater geworden und will kürzertreten. Hinzu kommt, dass ich immer irgendwann zurück wollte. Ich habe viele gute Freunde in Bubendorf.

Ergüns Bruder Adnan, Spielertrainer bei Bubendorf, kam auf mich zu. Ich kenne ihn noch von gemeinsamen Zeiten bei Laufen. Er wollte mich schon letzten Sommer von einem Wechsel überzeugen. Aber damals war es noch zu früh. Als Adnan dann im Herbst nachhakte, und mir erklärte, dass Präsident Philippe Brügger die Eigengewächse langsam zurückholen will, habe ich zugestimmt. Unter einer Bedingung.

Ich habe Adnan gesagt, dass er auch meinen Bruder holen soll.

Leider nicht, das ist genau der Punkt. Wir waren ein halbes Jahr zusammen in Laufen, standen aber nie wirklich zusammen auf dem Platz. Es war schon lange ein Wunsch von mir, einmal Seite an Seite mit ihm zu spielen.

Die Mannschaft hat ein wenig damit gerechnet. Sie finden es schade, wie ich selbst natürlich auch. Ich verlasse diesen Verein nach fünf Jahren bestimmt auch mit Wehmut. Wie es der Trainer aufgenommen hat, kann ich schwer einschätzen. Präsidentin Patricia Schönenberger drückte ihr Bedauern aus. Im Nachhinein habe ich dann aber erfahren, dass der Verein sowieso nicht mehr mit mir geplant hat.

Es wird einen grossen Umbruch geben, das ist klar. Es kommt darauf an, welche Spieler zusammen kommen und wie schnell sie harmonieren.

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