Ziel war es einen der ersten beiden Ränge zu belegen, so wären sie direkt für den Cupfinal qualifiziert, ansonsten müsste man noch hoffen, als Lucky Looser einen der restlichen beiden Plätze zu belegen um so die erstmalige Finalqualifikation eines Liestaler Radballteams zu schaffen.

Ein gutes Los

Der Spielplan meinte es mit den Liestalern gut, in den ersten beiden Spielen trafen sie auf die vermeintlich schwächsten Teams des Halbfinals, die Teams aus Mosnang (NLB) und Möhlin (1. Liga). Gegen Mosnang gewannen Bianco/Accola problemlos, gegen Möhlin wurde es dann aber äusserst eng.

Zwar lagen die Liestaler im Spiel gegen die Fricktaler immer in Führung doch kurz vor Schluss beim Stand von 3:2 kam einer der Möhlener alleine vor dem gegnerischen Tor zum Abschluss. Da er das Tor nicht erzielte gewannen Bianco/Accola knapp und äusserst glücklich mit 3:2.

Im dritten Spiel wartete die NLA-Mannschaft aus Rheineck auf die Liestaler. Nun gilt es ernst, da wohl zwischen diesen beiden Teams das Rennen um den zweiten Rang hinter Altdorf entschieden wird. Den Liestalern gelang der Start nicht gut. Zwar konnten die Rheinecker nie davonziehen, aber Bianco/Accola gelang es im Gegenzug auch nicht, klare Chancen herauszuspielen.

So gewannen die Rheinecker, auch dank zwei Eckbällen, das entscheidende Spiel knapp mit 3:2. Mit dieser Niederlage war auf Liestaler Seite klar, nun musste man im Spiel gegen Altdorf wenig Tore kassieren und gegen Frauenfeld (NLB) viele erzielen um die Tordifferenz möglichst noch nach oben zu schrauben.

Am Anfang mit Altdorf mitgehalten

Im Spiel gegen den Dritten der letztjährigen Weltmeisterschaften, das Team aus Altdorf, hielten die Liestaler erstaunlich gut mit. Lange hatten die Bianco/Accola das Spiel im Griff, konnten aus den zahlreichen Chancen aber keine Tore erzielen. Die Altdorfer erzielten aus den wenigen Vorstössen zwei Tore und so stand es zur Pause 2:1 für die Urner. In der zweiten Halbzeit liessen sich die Liestaler dann auskontern und mussten zum Schluss eine eindeutige 3:8 Niederlage in Kauf nehmen.

Nun war klar, im Spiel gegen Frauenfeld durfte man sich nun keine Fehler mehr erlauben. Diese Vorgabe des Coaches, Peter Bossard, setzten die beiden Spieler um. Bereits nach drei Sekunden erzielte Renato Bianco aus dem Anspiel das 1:0. So ging es weiter und zur Halbzeit stand es bereits 8:0 für Liestal. In der zweiten Halbzeit fiel den Liestalern das Toreschiessen dann nicht mehr ganz so einfach, doch mit einem klaren 12:1 Sieg machten sie noch etwas für ihr Torverhältnis.

Der erlösende Anruf

Nach kurzem Zittern kam dann der erlösende Anruf aus Winterthur. Die drittplatzierte Mannschaft in diesem Halbfinal hatte das schlechtere Torverhältnis als die Liestaler und so qualifizierte sich die Liestaler Mannschaft mit Renato Bianco und Andry Accola zum ersten Mal in der Geschichte des VMC Liestal für einen Schweizercup-Final.

Aber trotz dieses Erfolges gilt es nun für die beiden NLA-Spieler, weiterhin hart an sich zu arbeiten, da es in dieser Saison vor allem gilt, nichts mit einem möglichen Abstieg zu tun zu haben. Bereits in zwei Wochen geht für Bianco/Accola der Start in die NLA-Schweizermeisterschaft mit dem Spieltag in Rheineck los, der Cupfinal wird dann am Samstag 1. März in Oftringen stattfinden.

Am Sonntag fand in Birsfelden noch eine Runde der 2.-Liga-Schweizermeisterschaften statt. Für André Voirol und Jürg Schneitter war dies ein Heimspiel, da die beiden jede Woche in dieser Halle trainieren. Doch aus der erhofften Punktesammlung wurde nichts. Auf zwei schlechte Spiele gegen Seon-Niederlenz und Gümligen 1 folgte ein unnötiges Unentschieden gegen Gümligen 2, dort fiel der Ausgleichstreffer der Berner 5 Sekunden vor Schluss. Dank einem Forfaitsieg gegen Utzenstorf holten Voirol/Schneitter noch vier Punkte und mussten somit einen Rückschlag hinnehmen.