Strongman
Lokalmatador Ramon Gysin lässt in Münchenstein seine Muskeln spielen

Mit 56 Teilnehmern verzeichnete die zweite von drei Strongman-Etappen einen neuen Teilnehmerrekord. An der SM zählt der Basler Titelverteidiger Ramon Gysin auch diesmal zu den Topfavoriten und ist vor der letzten Etappe bester Schweizer.

Jonas Burch
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Lokalmatador Ramon Gysin schaffte es als bester Schweizer auf den 3. Rang. Jonas Burch

Lokalmatador Ramon Gysin schaffte es als bester Schweizer auf den 3. Rang. Jonas Burch

Ramon Gysin ist im Stress. Als Organisator, Trainer und Athlet hat er alle Hände voll zu tun. Vor allem, weil die vorletzte Etappe der SM (der Schlussevent findet am 14. September in Burgdorf statt) unerwartet zum Grossaufmarsch wurde. Mit 56 Teilnehmern wurde der bisherige Rekord von 28 Athleten regelrecht pulverisiert. «Anders als in anderen Ländern, bieten wir für fast jeder Körpergewicht die passende Klasse an», sagt der amtierende Powerlifting-Weltmeister Ramon Gysin. Entsprechend gross war auch das Interesse aus dem Ausland. Besonders aus dem süddeutschen Raum reisten viele Muskelpakete an. So entwickelte sich im Trainingscenter des Crossfit Basel ein multikultureller Mikrokosmos.

Seit der Verbands-Gründung Ende 2011 ist dies erst die zweite Schweizer-Meisterschaft im Strongman. Gründer und Verbands-Präsident Stefan Ramseier ist zufrieden mit der Entwicklung: «Auch wenn das Sponsoring nur harzig vorangeht, erfahren wir in der Kraftsport-Szene immer wieder positive Reaktionen.»

Münchenstein diente bereits am 20. April als Austragungsort in der dreiteiligen SM-Serie. Nicht ganz unerwartet, liess Lokalmatador Ramon Gysin seine Muskel spielen und klassierte sich im Zwischenklassement hinter dem Deutschen Marcus Franke den 2. Platz. Diesmal liess er nach den fünf Disziplinen einen 3. Rang folgen – hinter den Ausländern Matjaz Belsak und Robo Ottesen.

Ein neuerlicher Meistertitel dürfte deshalb mehr oder weniger zum Selbstläufer werden. «Für mich ist dieser Anlass ein Hobby und eine optimale Gelegenheit, den Kraftsport mehr ins Rampenlicht zu rücken», freut sich Gysin. «Bei den Events, die man aus dem Fernsehen kennt, gibt es nicht einmal Doping-Tests. Aber wir sind keine solche Freakshow.»

In der Tat. Der Anlass war nicht nur beste Unterhaltung, sondern beugte innert kurzer Zeit allen Vorurteilen über die Kraftprotze vor. Am Finaltag in Burgdorf werden daher rund 250 Zuschauer erwartet. «Am Ende soll der Spass bei den Zuschauern und Athleten im Vordergrund stehen», sagt auch Stefan Ramseier. Dass war auch in Münchenstein nicht zu übersehen.

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