Unihockey
Löst Waldenburg bald Leimental als bester Baselbieter Klub ab?

Die Waldenburg Eagles besiegen Unihockey Limmattal 11:5 und behaupten sich an der Spitze der 2. Liga. Bald wollen die Oberbaselbieter in den Aufstiegsspielen für Furore sorgen, währenddessen Leimental noch versucht, den Abstiesspielen zu entkommen.

Annemarie Keusch
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Der Waldenburger Ivan Berger (vorne) blockt den Ball gegen Cyril Bouquet von Limmattal. Foto: Nicole Nars-Zimmer

Der Waldenburger Ivan Berger (vorne) blockt den Ball gegen Cyril Bouquet von Limmattal. Foto: Nicole Nars-Zimmer

niz Nicole Nars-Zimmer

Spitzenspiele sind immer speziell. Es geht um die Tabellenführung oder gar um den Aufstieg. Die Spiele sind emotionsgeladen und oft kampfbetont. Dies war auch im Spiel der Zweitligisten Waldenburg Eagles und Unihockey Limmattal so. Waldenburg ging als Leader mit einem Punkt Vorsprung ins Spiel. Vier Runden vor dem Saisonende stand also nichts weniger als die Tabellenführung und damit die Chance in den Aufstiegspielen anzutreten auf dem Spiel.

Waldenburg drängt an die Spitze

Mehr noch. Die Waldenburg Eagles kämpfen um die sportliche Vorherrschaft im Baselbiet. Falls die Waldenburger den Aufstieg in die erste Liga schaffen und die derzeitige Nummer eins Leimental den Gang in die 2. Liga antreten muss, ist der Machtwechsel komplett. Doch daran mögen beide Vereine noch gar nicht denken. «Wir müssen uns primär auf unsere Spiele konzentrieren», sind sich Stephan Berger, Präsident der Waldenburg Eagles und Daniel Würmlin, Präsident von Unihockey Leimental einig.

Leimental mit dem Rücken zur Wand

Für die Leimentaler wäre es der Abstieg nach 15 Jahren in der 1. Liga. Doch so weit will man es trotz misslicher Tabellenlage nicht kommen lassen. Vor den letzten drei Runden beträgt der Rückstand auf den rettenden achten Platz zwar sechs Punkte, aber in zwei Spielen treffen die Baselbieter auf direkte Konkurrenten um den Ligaerhalt.

Kein Fernduell mit Waldenburg

Was die Wachablösung in der Region anbelangt, gibt sich Daniel Würmlin gelassen. «Wir sind geografisch ziemlich weit weg von Waldenburg. Zudem gibt es kaum Spieler, die eine Vergangenheit beim Kantonsrivalen haben», erklärt er. Für die Region selber wäre es ein Glücksfall mit zwei Teams in der 1. Liga vertreten zu sein, ist Würmlin optimistisch. «Mittelfristig wollen wir uns gar in der NLB festsetzen», gibt er weiter bekannt. Doch sportlich sieht die Situation aktuell anders aus. Leimental muss in den nächsten Spielen um den Verbleib in der 1. Liga kämpfen.

Spitzenduell klare Angelegenheit

Ganz anders ist die Gefühlslage bei den Waldenburg Eagles. Mit dem Sieg über die Limmattaler haben die Baselbieter den Spitzenplatz in der Tabelle weiter ausgebaut. Unter den Augen von über 200 meist einheimischen Fans boten die Waldenburger ein Torspektakel. Ab der vierten Minute lagen die Gastgeber in Front. Sie mussten zwar immer wieder Anschlusstreffer, dreimal gar Ausgleiche in Kauf nehmen, in Rückstand gerieten sie gegen die offensiv starken Gäste jedoch nie. «Wir wollen die Aufstiegsspiele erreichen und dort gilt es, unser Können auch mental perfekt abzurufen», sagt Präsident Stephan Berger. Soweit sind die Waldenburger jedoch noch nicht. Doch wollen sie die Nummer eins im Baselbiet werden, führt der Weg nur über Siege in der Aufstiegsrunde.