Skeleton
Lukas Kummer bangt nach Weltcup um seine Olympia-Chancen

Der Laufner Lukas Kummer hat beim Heim-Weltcup in St.Moritz ein Top-12-Resultat verpasst – und belegte nur den enttäuschenden 15. Rang. Nun bleibt dem 28-Jährigen nur noch eine Chance, um sich den Olympia-Traum von Sotschi zu erfüllen.

Marco Ackermann
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Auf dünnem Eis: Lukas Kummers Chancen auf eine Olympia-Qualifikation sind nach dem Weltcup weiter geschmolzen. Fotos: Keystone

Auf dünnem Eis: Lukas Kummers Chancen auf eine Olympia-Qualifikation sind nach dem Weltcup weiter geschmolzen. Fotos: Keystone

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Lukas Kummer hat noch eine letzte Chance, um die Selektions-Kriterien für die Olympischen Winterspiele in Sotschi vollumfänglich zu erfüllen. Am nächsten Wochenende in Igls (Ö) ist von ihm eine A-Limite, was einer Platzierung unter den ersten acht entspricht, gefordert. Kein unmögliches Unterfangen, denn die oberhalb von Innsbruck gelegene Strecke kommt seinen Fähigkeiten entgegen. Auf der kurzen und technisch nicht sonderlich schwierigen Bahn befinden sich gute Starter wie Kummer im Vorteil.

Eine gefühlte Niederlage

Obwohl der Olympia-Traum noch nicht geplatzt ist, war der Laufner gestern Mittag sehr enttäuscht. Ohne Fehler wäre eine Top-12-Klassierung im Bereich des Möglichen gelegen. Es hätte gereicht, wenn er im Final-Durchgang seine Position aus dem ersten Lauf behauptet hätte, doch er fiel noch um drei Positionen zurück – auf den 15. Platz. Der Athlet sprach von einer Niederlage.

Vorteile nicht genutzt

Der Baselbieter war im Vorfeld des Heim-Weltcups optimistisch gewesen. Auf dem Engadiner Natureis hatte sich der 28-Jährige in den Trainings wohlgefühlt. Und er besass den Vorteil, die Bahn schon von den Schweizer Meisterschaften her zu kennen. Kummer sagte vor ein paar Tagen, er besitze beim Weltcup in St. Moritz zwei Penaltys. Hinterher musste er konstatieren, beide verschossen zu haben. Gestern meinte er, er habe keinen Grip gefunden. Das Eis sei sehr seifig gewesen.

Kein Karrieren-Ende

Ein Olympia-Out für Sotschi wäre für Kummer noch nicht gleichbedeutend mit dem Karrieren-Ende. Er will dem Skeleton-Sport über diese Saison hinaus treu bleiben, auch wenn er den Umfang temporär wegen den Vorbereitungen auf die Anwalts-Prüfung reduzieren könnte.

An der Spitze bot sich das gleiche Bild wie am Freitag im ersten Rennen in St. Moritz: Der Lette Martins Dukurs, der den Weltcup derzeit dominiert, siegte vor seinem älteren Bruder Tomass.