Fussball

Lustig und kurios: Fünf Geschichten rund um den neuen FCB-Partner Chennai City

FCB goes Chennai

FCB goes Chennai

Eine lustige Vereinshymne, keine Website und Torschützen, die einem doch sehr spanisch vorkommen: Diese Geschichten schreibt der Chennai-City FC, der seit dieser Woche zu 26 Prozent dem FC Basel gehört.

1. Diese Fanhymne macht gute Laune

In Sachen Vereinshymne haben die Inder dem FCB schon etwas voraus. Das Lied «Goal Podu» zeigt nicht nur zahlreiche fröhlich Inder, die teilweise euphorisiert und teilweise gezwungen «Chennai City FC» in die Kamera rufen. Auch die Musik könnte in jeder Fussballkabine als Heissmacher vor dem Spiel fungieren.

Mehr Unterhaltung in so kurzer Zeit geht fast nicht: Tanzende Fussballer in McDonald- äh in Chennai-City-Shirts verzücken mit einer bemerkenswert asynchronen Choreografie. Ein indischer Elvis performed Playback mit einer Mischung aus Klavier und Gitarre. Auch weisse Touristen, Konfetti und Schleichwerbung für Real Madrid dürfen nicht fehlen und immer wieder fliegen wahllos Fussbälle durchs Bild. All das gibts in nur 2,13 Minuten. Aber schauen Sie selbst: 

2. Die Website gibts nur mit Login

Die offizielle Homepage des indischen Erstligisten ist seit mehreren Monaten nicht mehr zu erreichen. Wer auf chennaicityfc.com geht, bekommt nur die Meldung: «Future home of something quite cool». Lasst doch wenigstens während der Umbauarbeiten die Fanhymne laufen.

3. Chennai spielt gar nicht in Chennai

Nachdem es im ersten Jahr nach der Gründung des Chennai City FC 2016 nicht wie gewünscht lief und der Verein kein eigenes Heimstadion in der Stadt fand, zog er kurzerhand ins 500 Kilometer entfernte Coimbatore um. Von einer 7-Millionen-Einwohner-Stadt in eine knapp 2-Millionen-Einwohner-Stadt. Dort spielt der CCFC seit 2017 und noch mindestens bis 2022 und hat sich auch eine Fanbasis aufgebaut. Auch sportlich läuft es im Exil in Coimbatore deutlich besser. Chennai-City-Präsident Rohit Ramesh kann sich vorstellen, auch langfristig in Coimbatore zu bleiben. Nochmal umbenennen will er den Klub aber nicht. «Das C in CCFC steht für Chennai und Coimbatore». Der Verein soll irgendwann im ganzen Bundesstaat Tamil Nadu beheimatet sein.

4. Chennai hatte schon einen Partnerklub und scheiterte

Was vier indische Fussballer im Sommer 2017 in Finnland trieben, welche Intention Chennai City hatte und warum das Ganze nichts wurde lesen Sie hier.

5. Spanier schiessen 84 Prozent der Tore

Zehn Ausländer stehen aktuell im Kader von Chennai City. Der australische Torwart Jerrad Tyson hält den Kasten sauber und vorne schiessen Spanier die Tore. Pedro Manzi ist mit 13 Toren Toptorschütze des CCFC. Nestor Gordilo (6) und Sandro Rodriguez (5) folgen auf den Plätzen. Zusammen mit Landsmann Roberto Eslava (2) hat das spanische Quartett 26 von 31 Toren geschossen. Der beste Inder im Kader heisst Alexander Jesuraj und hat zwei Tore erzielt.

Meistgesehen

Artboard 1