Während Jahrzehnten galt das Interesse der «Eisgenossen» dem Männer-Hockey. Doch an den Olympischen Spielen in Sotschi ist alles anders. Die Männer scheiden in den Achtelfinals aus, die Frauen spielen sich in die Herzen der Nation. Es ist Freitag, der 20. Februar. Tatort: die Bolschoi-Arena in Sotschi. Kathrin Nabholz und Sandra Thalmann schaffen das Unfassbare.

Sie drehen mit ihrem Team vor Hunderttausenden von Zuschauern vor Ort und an den Bildschirmen im letzten Drittel das Bronzespiel gegen Schweden und holen mit der Schweizer Frauen-Eishockey-Nationalmannschaft erstmals eine Olympia-Medaille. Ein historischer Traum geht in Erfüllung. Dabei waren die Frauen nur schon glücklich, bei Olympia überhaupt mitmachen zu dürfen. Auch der Umstand, dass die Medaille relativ billig zu haben war, trübt die Freude nicht. Die Schweizerinnen gewinnen in Sotschi nämlich nur zwei von sechs Spielen.