Vielleicht wäre die Partie anders verlaufen, hätte Dereck Kutesa nach zwei Minuten eine scharfe Hereingabe Afimico Pululus nicht um Haaresbreite verpasst. So aber konnte der SC YF Juventus sein Spiel aufziehen: Die abstiegsgefährdeten Zürcher waren sehr gut organisiert und arbeiteten aufopferungsvoll gegen den Ball. Das reichte, um den Nachwuchs des FC Basel vom eigenen Tor fernzuhalten.

Offensive Nadelstiche konnten die Gäste im ersten Durchgang zwar keine setzen, dafür traf Balu Ndoy kurz nach dem Seitenwechsel zum 0:1. Der Routinier wurde mit einem langen Ball lanciert, liess die rotblaue Abwehr schlecht aussehen und erwischte Goalie Dario Thürkauf contre pied.

Das Heimteam kam auch nach dem Rückstand nicht in die Gänge. Den Aktionen fehlten Tempo, Präzision und Überraschungsmomente. Zwar verzeichneten die FCB-Junioren ein paar Abschlüsse, die aber entweder am Tor vorbeiflogen oder leichte Beute für Keeper Dragan Djukic waren.

 Tor in der Nachspielzeit

Es lief bereits die 88. Minute – ein Teil der 150 Zuschauer hatte das Leichtathletikstadion St. Jakob bereits verlassen –, als der eingewechselte Martin Liechti nach einem Vorstoss in den gegnerischen Sechzehner von Adijan Keranovic zu Fall gebracht wurde. Der Gefoulte verwandelte sicher und sorgte dafür, dass Rotblau trotz eines mässigen Auftritts nicht mit leeren Händen dastand.

Doch in der Nachspielzeit kam es noch besser für den Favoriten: Linksverteidiger Bastien Conus zirkelte aus dem Halbfeld eine Flanke zum zweiten Pfosten, wo Giuseppe Morello den Ball perfekt kontrollierte und zum 2:1 ins Tor schob. „Das war das erste Mal, dass uns in diesem Spiel eine solche Aktion gelang“, meinte Massimo Ceccaroni zu dieser Aktion aus der 92. Minute.

Der interimistische Basler U21-Trainer war trotz des Last-Minute-Sieges nicht von der Performance seiner Equipe angetan: „Das war zu wenig – in allen Bereichen! Die Jungs müssen lernen, künftig in solchen Spielen mehr zu investieren. Denn mit Talent allein gewinnt man in der Promotion League normalerweise kein Spiel!“